Falschgeld

Schlagwörter: Falschgeld

Ein Kind betrachtet eine 50-Franken-Note
Ein Kind betrachtet eine 50-Franken-Note. (Foto: Keystone/Gaetan Bally)

Im Vergleich zu anderen Ländern ist Falschgeld in der Schweiz höchst selten im Umlauf, weil die Schweizer Banknoten fälschungssicher sind. Ihre Produktion entspricht den neusten Erkenntnissen, sie liegt international auf höchstem Niveau. Gefälschte Noten lassen sich anhand von verschiedenen Sicherheitsmerkmalen von blossem Auge als solche erkennen.

Wenn offensichtlich oder mutmasslich gefälschte Noten oder Münzen dennoch auftauchen, leiten Polizei, Banken, Post oder andere Institutionen sie an fedpol weiter. fedpol überprüft sie und registriert das Material, wenn nötig. Unter Leitung der Bundesanwaltschaft werden entsprechende Verfahren eröffnet, mitunter auch in Absprache mit Kantonen und ausländischen Stellen von INTERPOL. Die Trefferquote ist hoch: In der Schweiz aktive Geldfälscher werden fast immer ausfindig gemacht. In den letzten zehn Jahren wurden jährlich 150 bis 400 Fälle der Bundesanwaltschaft gemeldet, 2016 waren es 203.

Der jährliche Betrag des in der Schweiz entdeckten Falschgeldes ist zwischen 2006 und 2016 ungefähr gleich geblieben. Die Gesamtsumme betrug jeweils rund 4 bis 5 Millionen Franken (sämtliche Währungen), respektive eine halbe Million (Schweizer Franken) – kein grosser Betrag, angesichts der 72 Milliarden Franken, die insgesamt im Umlauf waren.

Geldfälscher finden sich in jedem Alter und in jeder sozialen Schicht. Ihre Motivation ist entsprechend vielfältig, sie reicht von Experimentierfreude bis hin zu Geldmangel. 

nach oben Letzte Änderung 12.03.2018