Falschgeld

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Ein Kind betrachtet eine 50-Franken-Note
Ein Kind betrachtet eine 50-Franken-Note. (Foto: Keystone/Gaetan Bally)

Im Vergleich zu anderen Ländern ist Falschgeld in der Schweiz höchst selten im Umlauf, weil die Schweizer Banknoten fälschungssicher sind. Ihre Produktion entspricht den neusten Erkenntnissen, sie liegt international auf höchstem Niveau. Gefälschte Noten lassen sich anhand von verschiedenen Sicherheitsmerkmalen von blossem Auge als solche erkennen.

Wenn offensichtlich oder mutmasslich gefälschte Noten oder Münzen dennoch auftauchen, leiten Polizei, Banken, Post oder andere Institutionen sie an fedpol weiter. fedpol überprüft sie und registriert das Material, wenn nötig. Unter Leitung der Bundesanwaltschaft werden entsprechende Verfahren eröffnet, mitunter auch in Absprache mit Kantonen und ausländischen Stellen von INTERPOL. Die Trefferquote ist hoch: In der Schweiz aktive Geldfälscher werden fast immer ausfindig gemacht. In den letzten zehn Jahren wurden jährlich 150 bis 400 Fälle der Bundesanwaltschaft gemeldet.

Bei fedpol gingen im Jahr 2018 rund 4025 Meldungen zu Falschgeld ein – so wenige wie noch nie seit 2009, als es noch 5608 Meldungen waren. Auch die Anzahl der Falsifikate aller Währungen nahm seit 2014 kontinuierlich ab; von 21'789 auf 12'869 im Jahr 2018. Im Vergleich zum Vorjahr gestiegen ist die Anzahl Falsifikate von Schweizer Franken; von 6372 auf 7712. Trotzdem hat sich der Nennwert von CHF 389'258 im Jahr 2017 auf CHF 240'700 reduziert. Die meistgefälschte Note war mit Abstand die 100-Franken-Note, gefolgt von der 200-Franken-Note. Doch der Schweizer Franken ist nicht für den höchsten Betrag an Falschgeld in der Schweiz verantwortlich: Euro-Noten wurden im Wert von € 339'135 im Jahr 2018 sichergestellt.

Geldfälscher finden sich in jedem Alter und in jeder sozialen Schicht. Ihre Motivation ist entsprechend vielfältig, sie reicht von Experimentierfreude bis hin zu Geldmangel. 

nach oben Letzte Änderung 02.05.2019