Ausfuhr von Feuerwaffen

Für die Ausfuhr von Waffen in andere Staaten sind, je nach Zielland, folgende Punkte zu berücksichtigen:

Schengen-Staaten = Nicht-Schengen-Staaten
Belgien, Bulgarien, Dänemark, Deutschland, Estland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Grossbritannien, Irland, Island, Italien, Kroatien, Lettland, Litauen, Luxemburg, Malta, Niederlande, Norwegen, Österreich, Polen, Portugal, Rumänien, Schweden, Spanien, Slowakei, Slowenien, Tschechien, Ungarn und Zypern
 
 
Ausfuhr  

Die Ausfuhr von Feuerwaffen oder wesentlichen Bestandteilen in einen Schengen-Staat, die nicht eine vorübergehende Ausfuhr im Reiseverkehr darstellt, erfordert einen Begleitschein. Dieser enthält:

  • Angaben über beförderte Feuerwaffen oder deren wesentliche Bestandteile;
  • die zur Identifikation der beteiligten Personen erforderlichen Daten.

Das Gesuch für einen Begleitschein ist unter "Gesuche und Formulare" abrufbar und bei der Zentralstelle Waffen einzureichen:
 

Die Ausfuhr von Feuerwaffen in Nicht-Schengen-Staaten und die Ausfuhr von anderen als Feuerwaffen in Schengen-Staaten erfolgt gemäss Kriegsmaterial- oder Güterkontrollgesetzgebung mit einer Bewilligung des Staatssekretariates für Wirtschaft SECO.

Achtung:
Auch für Imitations- und Soft-air-Waffen ist eine Ausfuhrgenehmigung erforderlich.

Zuständige Stelle für Jagd-, Sportwaffen, Imitations- und Soft-air-Waffen:
Staatssekretariat für Wirtschaft SECO
Exportkontrollen / Industrieprodukte
CH-3003 Bern
Tel: +41 58 462 68 50
Fax: +41 58 462 95 32

Zuständige Stelle für alle übrigen Feuerwaffen:
Staatssekretariat für Wirtschaft SECO
Exportkontrollen / Kriegsmaterial
CH-3003 Bern
Tel: +41 58 464 50 94
Fax: +41 58 464 50 19
 
Gewerbsmässige Ausfuhr  
Die gewerbsmässige Ausfuhr von Feuerwaffen oder deren Bestandteile, die der Kriegsmaterialgesetzgebung unterliegen, erfolgen mittels Ausfuhrbewilligung des Staatssekretariats für Wirtschaft, SECO. Die gewerbsmässige Ausfuhr von Feuerwaffen oder deren Bestandteile, die der Kriegsmaterialgesetzgebung unterliegen, erfolgen mittels Ausfuhrbewilligung des Staatssekretariats für Wirtschaft, SECO.
 
Vorübergehende Ausfuhr  

Die vorübergehende Ausfuhr von Feuerwaffen im Reiseverkehr in einen Schengen-Staat erfordert einen Europäischen Feuerwaffenpass (EFWP).
Dieser wird ausgestellt:

  • für Gewehre, Flinten, Pistolen und Revolver (Feuerwaffen, die bewilligungspflichtig oder meldepflichtig sind);
  • falls der Antragsteller seine Berechtigung an der Feuerwaffe glaubhaft machen kann.

Im EFWP können maximal 13 Feuerwaffen eingetragen werden.
Er berechtigt zum mehrmaligen zollfreien vorübergehenden Verbringen ins Zollgebiet oder aus dem Zollgebiet von 2 Feuerwaffen (2 Jagd- oder Sportwaffen oder je 1 Jagd- oder Sportwaffe) sowie der dazugehörenden Munition (Artikel 63 der Zollverordnung, Punkt 22 des Anhangs I der Zollverordnung).

Zusätzliche Waffen sind anzumelden und zollrechtlich zu veranlagen.

Der EFWP ist 5 Jahre gültig und kann zweimal um jeweils 2 Jahre verlängert werden.

Achtung:

  • Zusätzlich zum EFWP ist eine Einladung mitzuführen, mit der glaubhaft zu machen ist, dass der EFWP-Besitzer an einer Jagd-oder Sportveranstaltung teilnehmen wird.
  • Abklären, ob das Zielland weitere Voraussetzungen oder Restriktionen vorsieht.

Das Gesuch für einen EFWP ist über "Gesuche und Formulare" abrufbar. Das Gesuch ist mit folgenden Beilagen beim kantonalen Waffenbüro einzureichen:

  • Auszug aus dem schweizerischen Strafregister, nicht älter als 3 Monate;
  • Kopie des gültigen Passes oder der gültigen Identitätskarte;
  • 2 aktuelle Passfotos.
Die vorübergehende Ausfuhr von Waffen in Nichtschengen-Staaten erfolgt grundsätzlich mit Ausfuhrbewilligung des SECO.

Rechtliche Grundlagen

Links

nach oben Letzte Änderung 15.09.2016

Kontakt

Bundesamt für Polizei
Zentralstelle Waffen
Nussbaumstrasse 29
CH-3003 Bern
Fax
+41 58 464 79 48
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