Das Schengener Informationssystem SIS

Das SIS ist ein Informationssystem, in dem gestohlene Gegenstände und Personen ausgeschrieben werden, die polizeilich zwecks Auslieferung gesucht werden, mit einer Einreisesperre belegt sind oder vermisst werden.

Die berechtigten Schweizer Stellen haben seit dem 14. August 2008 Zugriff auf das europaweite Fahndungsinformationssystem. Die Schengenfahndung ist damit seit diesem Zeitpunkt schweizweit operationell. Die Aufhebung der Personenkontrollen an den Grenzen und somit die vollständige operative Zusammenarbeit in den Bereichen Asyl (Dublin) und Visum (Schengen Visum) erfolgten mit der Inkraftsetzung der Schengen Assoziierungsabkommen (SAA) am 12. Dezember 2008.

In der Schweiz haben die Kantonspolizeien, das Grenzwachtkorps, die Bundesämter für Justiz und Migration, die visaausstellenden Botschaften und Konsulate im Ausland, die kantonalen Migrationsämter sowie weitere Behördenstellen Zugriff auf das SIS. International gesehen sind die Polizei-, Grenzschutz- und Visumsbehörden in 24 EU-Ländern sowie in Norwegen und Island angeschlossen. Ziel des SIS ist die elektronische Vervielfachung und Bereitstellung von nationalen Fahndungsdaten für alle Mitgliedsstaaten. Es handelt sich um einen Onlinezugriff auf das zentrale System mit der Garantie auf Richtigkeit der Daten. Eine Fahndungseingabe durch eine Polizeibehörde in einem Schengen-Staat ist innerhalb weniger Minuten schengenweit zugänglich.

Das SIS wird von der EU zurzeit modernisiert. Grundsätzlich muss jeder Staat seine eigene technische Infrastruktur zum Betrieb des SIS entwickeln und aufbauen. In der Schweiz ist das Bundesamt für Polizei (fedpol) für den technischen Betrieb des N-SIS verantwortlich.

nach oben Letzte Änderung 11.08.2008