Personenschutz

Staatsempfang der Bundeskanzlerin Angela Merkel in Bern.
Staatsempfang der Bundeskanzlerin Angela Merkel in Bern. (Foto: Keystone/Peter Schneider)

fedpol beurteilt, ob und in welchem Ausmass Magistratspersonen, eidgenössische Parlamentarier und ausländische Staatsgäste gefährdet sind. Aufgrund dieser Einschätzung übernehmen die kantonalen und städtischen Polizeikorps entsprechende Schutzmassnahmen. 

Drohungen

fedpol schützt auch Angestellte des Bundes, insbesondere, wenn sie persönlich bedroht werden: In den letzten Jahren erhielten Magistratspersonen, Parlamentarier und Parlamentarierinnen sowie Bundesangestellte zunehmend anonyme Schreiben und Anrufe. fedpol berät die betroffenen Personen und ordnet die nötigen polizeilichen Massnahmen an. Und dies mit Erfolg: Im Rahmen der strafrechtlichen Abklärung können auch anonyme Absender dank Fingerabdrücken und anderem Spurenmaterial ausfindig gemacht werden.

Im Einsatz rund um die Uhr

Gebäude der Bundesverwaltung, private Domizile der Bundesräte, sowie ausländische Vertretungen in der Schweiz geniessen einen erhöhten Schutz. Bewachungs- und Aufsichtsdienste vor Ort werden mit Videokameras ergänzt. Die Mitarbeitenden von fedpol nehmen rund um die Uhr Anrufe entgegen, in denen Einbrüche, Sabotage, Überfälle, Bedrohungen oder technische Probleme in Gebäuden des Bundes gemeldet werden – in Bern und in weiteren Gebäuden des Bundes in der restlichen Schweiz. fedpol leitet die Fälle den zuständigen Stellen weiter (Polizei, Hausdienste etc.).

Parlamentsgebäude und Bundeshäuser

Einen besonderen Schutz erhält das Parlamentsgebäude. Sicherheitspersonal von fedpol kontrolliert sämtliche Besucher, die es betreten möchten. Politiker, Mitarbeitende und akkreditierte Medienschaffende können mit einem Badge eintreten. Gäste müssen beim Besuchereingang ihren Ausweis abgeben, um einen Besucher-Badge zu erhalten. Danach werden sie durch die Sicherheitsschleuse und den Metalldetektor geführt, allfälliges Gepäck wird durchleuchtet. Auch die fünf Bundeshäuser, in denen sich die sieben Departemente der Bundesräte befinden, können nur nach einer Kontrolle betreten werden.

Staatsbesuche erfordern eine zusätzliche Präsenz von Bewachungs- und Aufsichtsdiensten. Bei Demonstrationen können das Parlamentsgebäude und die Bundeshäuser mit einem Zaun geschützt werden.

Sicherheit an Bord von Luftfahrzeugen

Je nach Bedrohungslage bezüglich bestimmten Destinationen fliegen an Bord von schweizerischen Luftfahrzeugen Sicherheitsbeauftragte von fedpol mit. Sie kontrollieren die Fluggäste und wehren strafbare Handlungen ab, um Flugzeugentführungen zu vereiteln und damit die Erpressbarkeit des Staates zu verhindern. An Bord arbeiten die sogenannten Tigers, an besonders gefährdeten ausländischen Flughäfen die sogenannten Foxes.
fedpol ist für ihre Ausbildung und die Einsatzplanung verantwortlich.

Rechtliche Grundlagen

nach oben Letzte Änderung 11.10.2018