Menschenhandel ist moderne Sklaverei
Menschenhandel – nach international gültiger Definition das Anwerben, Anbieten, Verbringen, Vermitteln, Beherbergen oder Annehmen von Menschen zum Zwecke der Ausbeutung – wird in der Schweiz durch Artikel 182 des Schweizerischen Strafgesetzbuches unter Strafe gestellt.
Nichts weniger als moderne Sklaverei: Menschen werden unter Zwang in der Prostitution, als Arbeitskraft oder in der Bettelei ausgebeutet. Von Menschenhandel wird gesprochen, wenn jemand durch Gewalt, Täuschung, Drohung oder Nötigung angeworben, vermittelt und ausgebeutet wird.

Opfer und Täter
Opfer von Menschenhandel leben in Armut und Not, haben keine Ausbildung und keine Arbeit. Sie träumen von einer Zukunft in der Schweiz, einem wirtschaftlich attraktiven Land. Für die Menschenhändler ist es ein Leichtes, diesen Menschen falsche Versprechungen zu machen: Von einem besseren Leben, von einer Ausbildung, einer richtigen Arbeit und der Möglichkeit, Geld zu verdienen. Einmal in der Schweiz angekommen, sieht die Realität aber ganz anders aus.

Strafverfolgung
Menschenhandel ist eine Straftat. In der Schweiz haben die Opfer Rechte.

Kooperation
Menschenhandel ist ein grenzüberschreitendes Verbrechen. Eine gute Zusammenarbeit zwischen den Behörden und den Akteuren ist unabdingbar, um Menschenhandel wirksam zu bekämpfen.

Fallbeispiele
Sumalee* ist 26 Jahre alt, als sie ihr Dorf im Norden Thailands verlässt, um in Bangkok Arbeit zu suchen. Wie viele andere junge Frauen, die wenig berufliche Möglichkeiten haben, beschliesst Sumalee, sich zu prostituieren.

Kampagne zur Sensibilisierung von Fachpersonen im Gesundheitswesen
fedpol hat eine Kampagne zur Sensibilisierung von Fachpersonen im Gesundheitswesen lanciert. Die Kampagne informiert über die Komplexität von Menschenhandel.

Finanzhilfen
Die Verordnung über Massnahmen zur Verhütung von Straftaten im Zusammenhang mit Menschenhandel (Verordnung gegen Menschenhandel; SR 311.039.3) gestattet es fedpol und dem Bund, Organisationen und Projekte, die sich für die Bekämpfung von Menschenhandel engagieren – beispielsweise in der Opferhilfe –, finanziell zu unterstützen.