Medienmitteilungen
Einreiseverbote von fedpol: Der Bundesrat nimmt Stellung zum Bericht der GPK-S
2024 und 2025 erhielt das Bundesamt für Polizei (fedpol) von der Kantonspolizei Zürich zwei Gesuche um Erlass eines Einreiseverbots und verfügte in beiden Fällen ein solches. Infolge der Medienberichterstattung zu diesen Entscheiden untersuchte die Geschäftsprüfungskommission des Ständerates (GPK-S) die amtsinternen Abläufe bei fedpol und sprach Empfehlungen aus. Der Bundesrat hat am 25. Februar 2026 zum Bericht der GPK-S Stellung genommen.
Markus Gisin wird Vizedirektor fedpol und Leiter Direktionsbereich Bundeskriminalpolizei
Der Vorsteher des Eidgenössischen Justiz- und Polizeidepartementes, Bundesrat Beat Jans, hat Markus Gisin zum Vizedirektor des Bundesamts für Polizei fedpol ernannt. Er wird ab dem 1. Juni 2026 den Direktionsbereich Bundeskriminalpolizei leiten.
Der Bundesrat eröffnet die Vernehmlassung für eine verbesserte polizeiliche Datenabfrage
Der Bundesrat will die polizeiliche Datenabfrage effizienter gestalten. Schweizweit sollen alle Polizeien über eine gemeinsame Abfrageplattform gegenseitig Informationen abfragen können. Dafür plant der Bundesrat eine Änderung im Bundesrecht und er hat an seiner Sitzung vom 18. Februar 2026 die Vernehmlassung zu zwei Vorlagen eröffnet. Eine Vorlage betrifft die Schaffung einer Verfassungsgrundlage; die andere Vorlage ist eine Teilrevision des Bundesgesetzes über polizeiliche Informationssysteme (BPI).
Die Bundesräte Martin Pfister, Ignazio Cassis und Beat Jans nehmen an der Münchner Sicherheitskonferenz 2026 teil
Die Bundesräte Martin Pfister, Ignazio Cassis und Beat Jans nehmen an der Münchner Sicherheitskonferenz teil, die vom 13. bis 15. Februar 2026 stattfindet. In einem sich stark wandelnden Sicherheitsumfeld ermöglicht die Konferenz einen hochrangigen Austausch über die Stärkung der Sicherheit Europas. Auch bietet sie Gelegenheit, Werte wie Frieden und Rechtsstaatlichkeit zu fördern.
Fedpol sorgte am WEF für die Sicherheit von rund 400 Gästen
fedpol hat in Zusammenarbeit mit den Kantonen hat während dem Weltwirtschaftsforum (WEF), das heute in Davon zu Ende geht, Sicherheitsmassnahmen für rund 400 völkerrechtlich geschützte Personen getroffen. Eine solche Veranstaltung, bei dem alle Sicherheitsbehörden des Landes mobilisiert sind, erfordert eine intensive Zusammenarbeit.
World Economic Forum 2026: fedpol im Einsatz
Vom 19. bis 23. Januar 2026 findet in Davos das World Economic Forum (WEF) statt, zu dem zahlreiche Staatschefinnen und Staatschefs sowie Ministerinnen und Minister erwartet werden. Das Bundesamt für Polizei (fedpol) hat den Auftrag, in Zusammenarbeit mit den Kantonen die Sicherheitsmassnahmen für die völkerrechtlich geschützten Personen festzulegen. Dies bedingt eine kontinuierliche Lageverfolgung und die Präsenz vor Ort. Eine zentrale Rolle spielen zudem die Polizeikooperation und der Informationsaustausch auf nationaler wie auch internationaler Ebene. Die Kantonspolizei Graubünden leitet den Einsatz während des WEF und wird von sämtlichen Polizeikorps der Schweiz unterstützt.
Strategie der Schweiz gegen organisierte Kriminalität
Der Bundesrat hat an seiner Sitzung vom 19. Dezember 2025 die Strategie der Schweiz zur Bekämpfung der Organisierten Kriminalität (OK) gutgeheissen. Es ist die erste solche Strategie. Sie ist eingebettet in die Sicherheitspolitische Strategie der Schweiz und bildet die Grundlage, damit alle Staatsebenen behördenübergreifend und wirksam der wachsenden Bedrohung durch kriminelle Netzwerke begegnen. Das EJPD unter der Leitung des Bundesamts für Polizei (fedpol) hat die Strategie gemeinsam mit Bund, Kantonen und Gemeinden ausgearbeitet. Die Konferenz der Kantonalen Justiz- und Polizeidirektorinnen und -direktoren (KKJPD) hat die Strategie bereits am 27. November 2025 verabschiedet. Die Strategie legt Aktionsfelder für das Erkennen, Verhindern und Bekämpfen der OK fest. Auf Bundesebene sollen verschiedene rechtliche Anpassungen in ein Gesetzespaket zur Bekämpfung der Organisierten Kriminalität fliessen.
Neue Auswahloptionen für «Hautfarbe» und «Typ» im Fahndungssystem RIPOL
Das Bundesamt für Polizei fedpol hat die Kantonspolizeien und weitere betroffene Partnerbehörden konsultiert, ob sie einen Bedarf sehen, die Erfassungsoptionen für die Beschreibung ausgeschriebener Personen im nationalen Fahndungssystem RIPOL anzupassen. Eine Mehrheit der Befragten sprach sich für die Beibehaltung des bislang kaum genutzten Beschreibungselements «Hautfarbe» aus, befürwortete aber zugleich Anpassungen bei den inhaltlichen Optionen. Diese sollen praxistauglicher sein. Gleiches gilt für das regelmässiger genutzte Beschreibungselement «Typ» für die Bestimmung der regionalen Herkunft.
Der Bund und die Kantone ermöglichen das Detachieren von kantonalen Mitarbeitenden in die «Passenger Information Unit» bei fedpol
Für die Bearbeitung der Flugpassagierdaten (PNR-Daten) wird künftig die «Passenger Information Unit» (PIU) zuständig sein. Diese wird sich je hälftig aus Mitarbeitenden des Bundes und der Kantone zusammensetzen. Darauf haben sich Bund und Kantone in einer sogenannten Detachierungsvereinbarung geeinigt. Dieser hat der Bundesrat am 12. September 2025 zugestimmt. Am 28. November hat die Konferenz der Kantonalen Justiz- und Polizeidirektorinnen und -direktoren (KKJPD) die Vereinbarung ebenfalls genehmigt.
Patrick Wittwer wird Vizedirektor fedpol und Leiter Direktionsbereich Bundessicherheitsdienst
Der Vorsteher des Eidgenössischen Justiz- und Polizeidepartementes, Bundesrat Beat Jans, hat Patrick Wittwer zum Vizedirektor des Bundesamts für Polizei fedpol ernannt. Er wird ab dem 1. März 2026 den Direktionsbereich Bundessicherheitsdienst leiten.
Zweiter Roundtable zum Underground Banking: Globale Netzwerke im Visier
Die Meldestelle für Geldwäscherei (MROS) beim Bundesamt für Polizei fedpol hat am 20. und 21. November 2025 in Bern den zweiten internationalen Roundtable zum Underground Banking organisiert. Internationale Fachleute tauschten sich über neue Entwicklungen, Ermittlungserfolge und Strategien zur Bekämpfung illegaler Finanzflüsse aus.
Der Bundesrat genehmigt das Abkommen zwischen der Schweiz und der Europäischen Union zur Übermittlung von Flugpassagierdaten
Der Bundesrat hat an seiner Sitzung vom 19. November 2025 das Abkommen zwischen der Schweiz und der Europäischen Union (EU) zur Übermittlung von Flugpassagierdaten (PNR) gutgeheissen. Das Abkommen regelt die Übermittlung von Flugpassagierdaten durch die Luftverkehrsunternehmen aus der EU an die Schweiz, die Bearbeitung dieser Daten durch die Schweiz und den Informationsaustausch zwischen den für die Bearbeitung von PNR verantwortlichen nationalen Stellen der Vertragsparteien. Damit soll die Bekämpfung von Terrorismus und anderer Schwerstkriminalität verstärkt werden. Ausserdem hat der Bundesrat an derselben Sitzung die Teilinkraftsetzung von drei Artikeln des Flugpassagierdatengesetzes beschlossen.
Neue biometrische Identitätskarte: Vernehmlassung zur Revision der Verordnungen
Der Bundesrat hat am 12. November 2025 die Vernehmlassung zur Revision der Ausweisverordnung und der Verordnung des EJPD über die Ausweise für Schweizer Staatsangehörige eröffnet. Mit dieser Revision wird die Einführung der künftigen biometrischen Identitätskarte vorbereitet, deren Bezug freiwillig sein wird.
Zukunft der Polizeiarbeit: 12. Internationales Symposium Neue Technologien
Am 5. und 6. November 2025 fand beim Bundesamt für Polizei fedpol das 12. Symposium Neue Technologien statt. Rund 200 internationale Expertinnen und Experten aus Sicherheitsbehörden, Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über neuste technologische Entwicklungen in der Polizeiarbeit. Das diesjährige Thema lautete: «Zukunft der Kriminalitätsbekämpfung – Technische Innovationen und gesellschaftliche Herausforderungen».
3. Kryptosymposium der MROS: Internationale Zusammenarbeit im Fokus
Die Meldestelle für Geldwäscherei (MROS) beim Bundesamt für Polizei fedpol organisierte am 3. November 2025 in Zug das dritte Kryptosymposium. Fachleute aus dem In- und Ausland diskutierten aktuelle Entwicklungen und Herausforderungen im Umgang mit virtuellen Vermögenswerten im Kontext der Bekämpfung von Geldwäscherei und Terrorismusfinanzierung.
Cyberkriminalität: Hackergruppe AKIRA intensiviert ihre Aktivitäten
Gemeinsame Medienmitteilung BA, fedpol, BACS - Die Hackergruppe AKIRA hat in den letzten Monaten ihre Aktivitäten in der Schweiz intensiviert. Ungefähr 200 Unternehmen wurden Opfer von Ransomware-Angriffen. Der Schaden beläuft sich derzeit auf mehrere Millionen Schweizer Franken und weltweit auf mehrere hundert Millionen Dollar. Seit April 2024 führt die Bundesanwaltschaft (BA) ein Strafverfahren. Die Ermittlungen werden unter Koordination des Bundesamts für Polizei (fedpol) in enger Zusammenarbeit mit dem Bundesamt für Cybersicherheit (BACS) und den Behörden verschiedener mitwirkender Länder geführt. Die schweizerischen Behörden erinnern daran, wie wichtig es ist, sich vor Ergreifen jeglicher Massnahmen mit ihnen in Verbindung zu setzen und Strafantrag zu stellen.
Der Bundesrat eröffnet die Vernehmlassung zur Flugpassagierdatenverordnung
Der Bundesrat hat an seiner Sitzung vom 8. Oktober 2025 die Vernehmlassung zur Flugpassagierdatenverordnung eröffnet. Mit dieser Verordnung wird das neue Flugpassagierdatengesetz umgesetzt. Damit dürfen die Schweizer Sicherheitsbehörden künftig die Daten von Flugpassagieren zur Bekämpfung von Terrorismus und anderer Schwerstkriminalität bearbeiten.
Bundesamt für Polizei braucht mehr Ermittler
Der Bundesrat hat am 19. September 2025 den Bericht in Erfüllung des Postulats 23.4349 der Finanzkommission des Nationalrates zur Ressourcenüberprüfung beim Bundesamt für Polizei (fedpol) gutgeheissen. Die Prüfung durch die Eidgenössische Finanzkontrolle (EFK) zeigt: Der heutige Personalbestand der Bundeskriminalpolizei (BKP) reicht nicht aus, um die Ermittlungsaufträge in vollem Umfang zu erfüllen.
Siebte Aktionswochen gegen Menschenhandel
Unter dem Motto «Unsichtbarer Menschenhandel» finden vom 22. September bis 25. Oktober 2025 schweizweit die Aktionswochen gegen Menschenhandel statt. An rund 40 Veranstaltungen in elf Kantonen wird eine Realität ins Licht gerückt, die oft im Verborgenen bleibt. Menschenhandel einerseits zum Zweck der sexuellen Ausbeutung und andererseits zur Arbeitsausbeutung ist auch in der Schweiz eine Realität. Die Aktionswochen werden von der Internationalen Organisation für Migration IOM koordiniert und vom Bundesamt für Polizei fedpol unterstützt.
Alternative Finanzierungsmöglichkeiten für die Geldwäschereibekämpfung
Der Bundesrat hat an seiner Sitzung vom 12. September 2025 das Eidgenössische Justiz- und Polizeidepartement (EJPD) beauftragt, alternative Finanzierungsmöglichkeiten für die Meldestelle für Geldwäscherei (MROS) zu prüfen. Die MROS braucht mehr Mittel, um ihre Aufgaben wahrnehmen zu können, weil die Anzahl Meldungen seit einigen Jahren stark steigt.