Die biometrische Identitätskarte im Vergleich zur e-ID
Bei den beiden Produkten handelt es sich um unterschiedliche und voneinander unabhängige Lösungen, die jedoch manchmal verwechselt werden. Die biometrische Identitätskarte ist ein physisches Dokument. Sie dient der Identifikation im Alltag und ermöglicht zudem Reisen im Schengen-Raum. Die e-ID ist eine kostenlose Ergänzung zur physischen Identitätskarte. Es handelt sich um eine elektronische Identität, mit der man sich in der digitalen Welt ausweisen kann. Sie wird über die App swiyu Wallet auf dem Mobiltelefon verfügbar sein. Die e-ID ist kein Reisedokument.
Der Bund wird die elektronische Identität (e-ID) voraussichtlich im ersten Halbjahr 2027 einführen. fedpol wird für die Ausstellung der e-ID zuständig sein. Sie wird die Identität der Antragstellerin oder des Antragstellers anhand des staatlichen Ausweisregisters prüfen und gestützt darauf die e-ID ausstellen.
Die Person, die eine e-ID über die Swiyu-App – die durch den Bund bereitgestellt wird – beantragt, wird das Ausweisdokument scannen und folgende Informationen übermitteln müssen: Name, Vorname, Geburtsdatum und Ausweisnummer. In einem zweiten Schritt erstellt die Person in der App ein Video von sich selbst. So kann überprüft werden, ob es sich tatsächlich um eine Person handelt (liveness-check) und ein Referenzfoto extrahiert werden, um die Überprüfung der Identität zu ermöglichen. Letzteres erfolgt durch den Vergleich des vom Smartphone aufgenommenen Fotos mit dem in den staatlichen Ausweisregistern gespeicherten Fotos. Stimmen die Daten damit überein, erhält die Antragstellerin oder der Antragsteller die e-ID umgehend auf ihr / sein Smartphone zugestellt. Dieser Vorgang sollte insgesamt nur wenige Minuten dauern. Wenn die Person nicht online verifizieren lassen will, kann sie dies auch in ihrem Passbüro tun.
fedpol ist Teil des e-ID-Programms, das vom Bundesamt für Justiz geleitet wird. Ausführlichere Informationen sind auf der Webseite zur e-ID verfügbar.
Die Einführung der neuen biometrischen Identitätskarte ist auf den 2. November 2026 geplant. Der Bezug ist freiwillig.
Wie der biometrische Pass wird auch die biometrische Identitätskarte mit einem Chip versehen sein, der Ihre persönlichen Daten, ein Foto und zwei Fingerabdrücke enthält. Die auf dem Chip gespeicherten und digital signierten Daten schützen zusätzlich vor Fälschung und Identitätsdiebstahl. Zudem garantiert die biometrische ID, dass Schweizer Bürgerinnen und Bürger auch langfristig ohne Einschränkung innerhalb der EU reisen können. Ab der Einführung der biometrischen Identitätskarte werden die Schweizer Bürgerinnen und Bürger frei wählen können, welches Ausweismodell sie erhalten möchten. Diese Wahl hängt von ihren jeweiligen Bedürfnissen ab:
Personen, die innerhalb der EU reisen, wird die biometrische Identitätskarte empfohlen.
Für Personen, welche die ID ausschliesslich als Ausweis in der Schweiz benötigen, ist die nicht biometrische Identitätskarte ausreichend.
Es wird auch möglich sein, den Pass und die biometrische Identitätskarte zusammen als «Kombination» zu erwerben. Weitere Informationen über die Vorbereitungen zur Einführung der biometrischen Identitätskarte finden sich im Jahresbericht fedpol.