Schweiz nimmt zweite Flüchtlingsgruppe im Rahmen des dreijährigen Pilotprojekts auf

Bern. Am Dienstag sind sieben palästinensische Familien aus Syrien sicher in der Schweiz angekommen. Die Gruppe besteht aus 24 Flüchtlingen, darunter 7 Frauen und 9 Kinder. Es ist die zweite Flüchtlingsgruppe im Rahmen des Resettlement-Pilotprojekts, das vom Bundesrat letzten September beschlossen worden ist. Diese besonders verletzlichen Personen werden sich während einiger Tage in einem Empfangs- und Verfahrenszentrum des Bundes aufhalten, bevor sie sich in den Kanton Uri begeben können.

Die Schweiz hat sich verpflichtet, im Rahmen des Pilotprojekts in den nächsten drei Jahren ein Kontingent von insgesamt rund 500 Personen auf ihrem Gebiet wiederanzusiedeln. Dabei handelt es sich um besonders verletzliche Personen, die vom UNO-Hochkommissariat für Flüchtlinge (UNHCR) als Flüchtlinge anerkannt worden sind. Angesichts der desaströsen humanitären Situation in Syrien sieht die Schweiz vor, 2014 eine grössere Anzahl Personen aus diesem Konfliktgebiet aufzunehmen.

Die am Dienstag in der Schweiz eingetroffenen palästinensischen Familien waren zwischen 2005 und 2010 vor dem bewaffneten Konflikt im Irak nach Syrien geflüchtet. Nach Ausbruch des Konflikts in Syrien sind sie zwischen die Fronten der Regierungskräfte und der Rebellen geraten. Unter Berücksichtigung der Gefahren, denen diese Menschen ausgesetzt waren, und ihrer Schutzbedürftigkeit hat sie das UNHCR als Flüchtlinge anerkannt und die Schweiz um deren Aufnahme gebeten. Das Bundesamt für Migration hat diese Familien per Videokonferenz befragt.

Die Personen werden Asyl erhalten und an einem spezifischen Integrationsprogramm teilnehmen können. Das Programm wird Sprachkurse, Schulungen, Nachholbildungen, Lehren usw. umfassen. Die Familien werden von den zuständigen Personen des Kantons Uri ab dem Zeitpunkt ihrer Ankunft in der Schweiz betreut und begleitet.
  

Letzte Änderung 15.04.2014

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