Illegale Herstellung von Sprengstoff mittels gefährlichen Vorläuferstoffen

Schlagwörter: Vorläuferstoffe

Der Anschlag auf den Flughafen Brüssel im März 2016 wurde mit Explosivstoffen aus Vorläuferstoffen verübt.
Der Anschlag auf den Flughafen Brüssel im März 2016 wurde mit Explosivstoffen aus Vorläuferstoffen verübt. (Foto: Keystone/Geert Vanden Wijngaert)

Sie finden sich in alltäglichen Produkten, die beispielsweise zum Düngen, zur Reinigung von Schwimmbädern oder zur Vertilgung von Unkraut verwendet werden: Chemikalien wie Wasserstoffperoxid, Aceton oder Nitrate, sogenannte Vorläuferstoffe. Dschihadistisch motivierte Terroristen verwendeten sie in jüngster Vergangenheit wiederholt, indem sie damit in der Küche, im Bad oder in einer Garage Sprengsätze bastelten. Sie brauchten dazu kein Labor. In London (2005), Paris (2015), Brüssel (2016), St. Petersburg (2017), Manchester (2017) wurden Dutzende von Menschen bei Anschlägen mit solchen Explosivstoffen getötet.

Die EU hat 2014 eine Verordnung erlassen, die bestimmt, wie Vorläuferstoffe vermarktet und verwendet werden dürfen. Auch die Schweiz will den Verkauf der gefährlichen Chemikalien regeln und so Anschläge verhindern. Auch soll unser Land nicht zum Einkaufsparadies für Terroristen werden.

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nach oben Letzte Änderung 08.11.2017