Die DNA-Datenbank CODIS

Die forensischen DNA-Profile werden zentral in der nationalen DNA-Profil-Datenbank CODIS (Combined DNA Index System) gespeichert und bearbeitet. Die entsprechenden Standards und Rahmenbedingungen sind gesetzlich verankert. Das DNA-Profil ist ausschliesslich dem DNA-Analyselabor und der Koordinationsstelle DNA bekannt, welche die Datenbank betreibt. Es werden nur Profile verarbeitet, welche die Anforderungen in rechtlicher und qualitativer Hinsicht erfüllen. Den sicheren Datentransfer garantiert eine eigens für diesen Zweck erstellte Kommunikationsplattform.

Dem Schutz der Persönlichkeitsrechte wird höchster Stellenwert eingeräumt. Für die DNA-Auswertung werden ausschliesslich Informationen aus den so genannten stummen Bereichen der DNA (forensisches DNA-Profil) verwendet. Und die Datenbank mit den DNA-Profil-Daten ist physikalisch und organisatorisch von der Datenbank mit den Personen- und Fall-Daten getrennt. Eine Verknüpfung erfolgt erst bei einem Treffer/Hit. Im Weiteren schreiben Gesetz und Verordnungen vor, dass Daten von Amtes wegen gelöscht und Proben vernichtet werden müssen, sobald die Gründe zur Aufbewahrung nicht mehr bestehen.

Ende 2020 enthielt die Datenbank CODIS 190 286 Personenprofile und 97 025 Tatortspuren.

DNA-Analyselabor

Die Auftraggeber von forensischem DNA-Material (Polizei, Strafuntersuchungsbehörden, Strafgerichte) können bei folgenden, durch den Bund anerkannten DNA-Analyselabors die Typisierung von DNA-Proben bzw. DNA–Spuren in Auftrag geben:

Die Anerkennung als forensisches DNA-Analyselabor erhält, wer das entsprechende Gesuch einreicht und alle Anforderungen erfüllt, welche die entsprechenden Verordnungen formulieren.

Letzte Änderung 21.10.2021

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https://www.eschk.admin.ch/content/fedpol/de/home/sicherheit/personenidentifikation/revision-dna-gesetz/die_datenbank_codis.html