Prostitution: Finanzhilfen

Schlagwörter: Kriminalprävention

Hintergrund

Frauen im Sexgewerbe sind besonders gefährdet, Opfer von Zwang und Gewalt zu werden, oder sie werden in ihrer Notlage ausgenützt. Das Cabaret-Tänzerinnen-Statut wurde 1995 zum Schutz der Tänzerinnen vor Ausbeutung geschaffen. Eine durch das Eidgenössische Justiz- und Polizeidepartement EJPD eingesetzte Expertengruppe empfahl dem Bundesrat die Aufhebung des Statutes, da es die Frauen im Erotikbereich zu wenig schützen würde. Das Statut wurde per 1. Januar 2016 aufgehoben. Als Begleitmassnahme zur Aufhebung hat der Bundesrat vorgesehen, kriminalpräventive Massnahmen von öffentlichen oder privaten Organisationen zum Schutz der Frauen im Sexgewerbe finanziell zu unterstützen.

Gemäss aktueller Planung steht fedpol zur Unterstützung von Projekten mit diesen Zielsetzungen insgesamt ein Betrag von 400 000 Franken zur Verfügung (vorbehältlich allfälliger Anpassungen im Rahmen des Budgetprozesses 2016).

Organisationen des öffentlichen oder privaten Rechts, die ein Projekt zur Verhinderung von Kriminalität im Zusammenhang mit Prostitution durchführen möchten, können bei fedpol ein Gesuch um finanzielle Unterstützung einreichen.

Projektziele

Die finanziellen Mittel sollen Massnahmen zu Gute kommen, die Prostituierte für mögliche Formen der Kriminalität sensibilisieren und ihnen aufzeigen, wie sie sich davor schützen oder wo sie Hilfe holen können. Auch Freier und Vermieter von Räumlichkeiten im Milieu sind Zielgruppe der Sensibilisierungsmassnahmen. 

Allgemeine Informationen zu den Gesuchen

Falls Sie eine Finanzhilfe beantragen möchten, bitten wir Sie folgendes zu beachten:

  • Die Subventionen betragen maximal 50% der gesamten Ausgaben eines Projekts. Nach Möglichkeit sind weitere Finanzierungen vorzuweisen.
  • Die Finanzhilfegesuche müssen bestimmten, in der Verordnung festgelegten inhaltlichen und formellen Vorgaben entsprechen (siehe Verordnung, Artikel 4 – 14).
    Verordnung
  • Bitte lesen Sie die Richtlinie für das Gesuchsverfahren, bevor Sie ein Gesuch einreichen. Sie informiert über die Bedingungen und über die Beurteilungskriterien der Projekte.
    Richtlinien
  • Hier finden Sie ein anschauliches Budgetbeispiel
    Budgetbeispiel

Was muss das Gesuchdossier beinhalten?

Wir möchten Sie darauf hinweisen, dass ein Gesuch nur vollständig ist, wenn in Papierform folgende Unterlagen eingereicht werden:

  1. das ausgefüllte Deckblatt
    Deckblatt
  2. das ausgefüllte Gesuchsformular
    Gesuchsformular
  3. die Statuten der gesuchstellenden Organisation;
  4. der letzte Geschäftsbericht;
  5. das Budget der Organisation für das laufende Jahr sowie Budget und Finanzplan für die Folgejahre;
  6. das für das Projekt festgelegte Budget;
  7. ein auf die gesuchstellende Organisation lautender Einzahlungsschein.

Bitte senden Sie uns diese Daten sowohl elektronisch (d.h. mit der Funktion «per E-Mail versenden» im Dokument Deckblatt) wie auch ausgedruckt und unterschrieben per Post zu.
 

Eingabefrist

Die Gesuche für Subventionen im Jahr 2017 müssen bis zum 31. Juli 2016 eingereicht werden.  

Rechtliche Grundlagen

Dokumente

nach oben Letzte Änderung 19.01.2016

Kontakt

Hanspeter Dolder Stab
Sektionschef Allgemeine Polizeianalysen, Dokumentation und Sprachdienste
Nussbaumstrasse 29
3003 Bern
T
+41 58 462 12 03
Fax
+41 31 312 25 79
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