Die Zentralstelle Falschgeld

Die schweizerische Zentralstelle zur Bekämpfung der Falschmünzerei ist im Bundesamt für Polizei in der Hauptabteilung Bundeskriminalpolizei integriert.

Die Zentralstelle überprüft und registriert kursfähige falsche und verfälschte Banknoten und Münzen. Die Widerhandlungen im Sinne von Art. 240 ff. des Schweiz. Strafgesetzbuches und Art. 11 WZG (Bundesgesetz über die Währung und die Zahlungsmittel) unterliegen der Bundesgerichtsbarkeit (Art. 23 Strafprozessordnung, StPO) . D.h. die Verfahren werden unter der Leitung der Bundesanwaltschaft geführt, und zwischen den Kantonen (Länder) und den ausländischen Interpolstellen koordiniert die Zentralstelle die internationalen Fälle.

Zur Falschgeldbekämpfung gehört auch die Prävention/Beratung/ Warnung über die Medien, die enge Zusammenarbeit mit den Banken, mit Privatfirmen (Geldautomation, Sicherheitsdienste) usw.

Ein weiteres Angebot der Zentralstelle sind Vorträge und Schulungen in Polizeischulen, bei Banken, an Konferenzen etc.

Im Gegensatz zu Deutschland werden der Zentralstelle sämtliche Falschgeldmeldungen direkt von der Polizei und von grossen Finanzistitutionen (Banken, Post, Bahn ...) zusammen mit den Fälschungen zugestellt. Dies hat den Vorteil, dass die Zentralstelle neue Fälschungen bei Erhalt überprüft und entsprechend rasch reagieren kann. Auf ihr Ersuchen hin beauftragt die Schweizerische Nationalbank die Notendruckerei mit der Erstellung von Gutachten von falschen Schweizer Banknoten (siehe Art. 14 des internationalen Abkommens von 1929). Dementsprechend verfügt die Schweizerische Nationalbank weder über nationale noch ausländische Fälschungen.

nach oben Letzte Änderung 12.03.2015