Betrugsarten

Schlagwörter: Netzwerkkriminalität

Im Internet lauern viele Gefahren. Hier finden Sie eine detaillierte Übersicht.

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Betrugsdelikte/Methoden:  

Kriminelle bringen trickreich Passwörter in Erfahrung. Auch an weiteren persönlichen Daten wie Name, Geburtstag, Anschrift oder Online-Banking-Zugangsdaten sind sie interessiert. Mit diesen Daten können sie Missbrauch betreiben und unter der Identität des Opfers Geschäfte abwickeln (Geld überweisen, Dispokredit ausschöpfen, Online-Einkäufe tätigen).

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Betrüger, die sich als Microsoft-Mitarbeiter ausgeben, tätigen Anrufe und behaupten, es befände sich ein Virus auf dem Computer des Opfers. Um den Virus zu entfernen, soll ein Programm heruntergeladen werden, welches den Tätern die Kontrolle über den Computer aus der Distanz ermöglicht.

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Es wird eine Anzeige für eine Immobilie auf einer Kleinanzeigenplattform aufgeschaltet. Die Interessenten erhalten eine Mitteilung, dass der Anbieter die Immobilie wegen eines Auslandaufenthaltes an eine vertrauenswürdige Person vermieten möchte. Es wird um Kopien der Identitäts- und anderer persönlicher Dokumente gebeten und ein hohes Mietzinsdepot verlangt, das vor der Schlüsselübergabe zu entrichten ist.

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Die Täter missbrauchen die Identität eines andern. Um möglichst viel über die jeweilige Person und ihre Kontaktliste in Erfahrung zu bringen, hacken die Betrüger beispielsweise deren E-Mail-Konto oder deren Profil auf einem sozialen Netzwerk. In der Folge werden die Kontakte unter dem Vorwand angeschrieben, man befinde sich in einer Notsituation (meistens im Ausland), der Angeschriebene möge doch bitte sofort Geld überweisen.

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Wird die Bezahlung eines zu verkaufenden Gegenstandes im Internet über einen als sicher geltenden Zahlungsdienst abgewickelt, erhält der Käufer eine E-Mail, in der der Verkäufer die Transaktion bestätigt. Kriminelle im Internet ahmen diese nach; sowohl der Inhalt der E-Mail als auch die Absenderadresse scheinen vom Zahlungsdienst zu stammen.

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Auf einer Kleinanzeigenplattform wird eine Verkaufsanzeige für eine Sache aufgeschaltet. Der Betrüger teilt dem Interessenten mit, dass er ein Transportunternehmen beauftragen möchte, um ihm die Sache zukommen zu lassen. Dieses Transportunternehmen, das nicht existiert, bittet den Interessenten um seine Adressdaten und eine Vorauszahlung. Die Ware wird nie geliefert.

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Der Täter nimmt als Vorgesetzter per Mail Kontakt z.B. zu einem Buchhalter oder einer persönlichen Assistentin auf und bittet darum, eine Zahlung auszulösen/einen Betrag zu überweisen. Er sei unterwegs und selbst nicht in der Lage dazu, es sei dringend und sehr vertraulich. Gleichzeitig setzt er sich mit dem Zahlungsinstitut, das die Zahlung kontrollieren wird, in Kontakt und gibt vor, seine Angaben gewechselt zu haben. Überprüft das überweisende Institut die Angaben, gelangt es direkt zum Täter.

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Sextortion ist das Erpressen von Geld unter der Androhung, Foto- oder Videoaufnahmen des Opfers mit sexuellem oder pornografischem Inhalt zu verbreiten. Die Opfer werden in sozialen Netzwerken kontaktiert und dann via Videokommunikations-Plattform zu sexuellen Handlungen verführt, die aufgezeichnet werden. Unter der Androhung, das Bildmaterial ins Internet zu stellen, wird das Opfer in der Folge erpresst.

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Delikte mit Schadsoftware

Durch Schadsoftware wird der Computer (z.T. auch nur der Browser) blockiert und eine Meldung erscheint. Diese Meldung (vorgeblich im Namen einer offiziellen Behörde) besagt, dass der Nutzer illegal im Netz tätig war und der Computer deswegen gesperrt wurde. Mittels einer Busszahlung könne die Sperrung wieder aufgehoben und die Strafverfolgung vermieden werden.

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Scareware (auch Rogueware genannt) ist ein vorgebliches Sicherheitsprogramm, das seine Funktion lediglich vortäuscht. Rogueware infiziert den Computer, bemängelt die Sicherheit des Computers und soll so den Nutzer dazu bringen, das System zu reparieren und gegen Bezahlung eine Vollversion des Programms herunterzuladen.

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Die klassische Spyware wird dazu eingesetzt, Passwörter und Zugangsdaten zu erhalten, um finanziellen oder anderen Schaden anzurichten. Die Variante Adware („Ad“ von „advertising“- Werbung) will Surfgewohnheiten aufzeichnen um möglichst effektive Werbung zu ermöglichen.

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Der Trojaner ist eine Software, die im Hintergrund Programme ausführen lässt, ohne dass der Nutzer des Computers dies bemerkt. Der Trojaner kann sich als nützliches Programm, PDF, Film oder Musik tarnen, führt jedoch im Verborgenen schädliche Aktionen aus. Ist der Trojaner erst mal installiert, kann er einen Computer in verschiedener Weise manipulieren.

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"Botnet" (auch "Zombies" oder "Bots") ist die Bezeichnung für eine Gruppe von Computern, die von Schadsoftware infiziert wurde. Ein solches Netz von kompromittierten Computern kann von Cyberkriminellen über einen Server oder zentralen Computer zu unlauteren Zwecken kontrolliert und aktiviert werden.

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Ein Computer wird (meist durch das Öffnen eines E-Mail Anhangs oder den Besuch einer infizierten Webseite) mit einer Schadsoftware, einer so genannten Crypto-Ransomware, infiziert.

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DoS- und DDos-Angriffe funktionieren mit der Versendung einer sehr grossen Anzahl von Anfragen (Datenpaketen) an einen Server, welcher eine Internetdienstleistung beherbergt. Dadurch ist dieser nicht mehr in der Lage andere Anfragen zu beantworten, und der Dienst ist für legitime Nutzer nicht erreichbar.

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Die Betrüger sammeln und kopieren im Internet (meist) frei zugängliche Daten und Fotos des Opfers. Mit diesem Material erstellen sie ein Profil (z.B. auf einer sozialen Plattform) oder missbrauchen die Daten und Fotos in einer anderen Weise. Meist werden solche Daten als Vorbereitungshandlung zu einem Delikt (z.B. Betrug, Erpressung, Romance Scam etc.) gesammelt. Mit der fremden Identität können zum Beispiel Konti auf verschiedenen Plattformen eröffnet, Waren bestellt oder (z.B. mit der Identität der Geschäftsführerin in einem Unternehmen) Aufträge erteilt werden.

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Pädokriminelle Delikte

Erwachsene nehmen hauptsächlich in Chatrooms Kontakt mit Minderjährigen auf. Mittels Komplimenten, Aufmerksamkeit und Verständnis bauen sie langsam ein Vertrauensverhältnis zum Opfer auf und versuchen, basierend auf diesem, an intime Details und (Nackt-)Fotos zu gelangen. Bereits übermittelte Fotos werden anschliessend gebraucht, um das Opfer zu erpressen oder zu weiteren Aufnahmen zu nötigen.

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Weitere Delikte 

Unter verbotener Pornografie versteht man Darstellungen, die sexuelle Handlungen mit Kindern, Tieren oder Gewaltanwendung zum Inhalt haben. Verboten sind das Herstellen, Einführen, Lagern, In-Verkehr-Bringen, Anpreisen, Ausstellen, Anbieten, Zeigen, Überlassen, Zugänglichmachen, Erwerben und Konsumieren von verbotener Pornografie. Es ist auch verboten, legale Pornografie Personen unter 16 Jahren zugänglich zu machen, anzubieten, zu zeigen oder zu überlassen.

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Weitere Infos

nach oben Letzte Änderung 11.05.2017