Die Prümer Polizeizusammenarbeit – ein wertvolles Instrument zur Bekämpfung von Terrorismus und Kriminalität

Schlagwörter: Zusammenarbeit

Informationen, fedpol, 07.12.2018

Die Gesellschaft von heute ist vernetzt und mobil. Das trifft auch auf Kriminelle zu. Diese Agilität bringt Herausforderungen mit sich, für deren Bewältigung die Instrumente angepasst werden müssen. Die Prümer Zusammenarbeit ist ein solches Instrument: Dank der Vernetzung bestimmter nationaler Informationssysteme, in denen DNA-Profile, Fingerabdrücke und Fahrzeugdaten gespeichert sind, wird der Austausch von Informationen über gesuchte Kriminelle erleichtert. Dank Prüm arbeiten 24 kontinentaleuropäische Polizeibehörden zusammen.

Prüm Plus
(Bild fedpol)

Der schnelle Abgleich von DNA-Profilen und Fingerabdrücken ist eine wesentliche Voraussetzung, um Fälle von Terrorismus und Schwerstkriminalität aufzuklären.

Derzeit kann die Schweiz Informationen zu DNA-Profilen oder Fingerabdrücken bei ausländischen Behörden einzig über den Interpol-Kanal anfordern. Dazu muss jeder einzelne Staat separat angefragt werden. Das ist zeitaufwändig und es ist nicht garantiert, dass die Anfrage beantwortet wird.

Die Prümer Zusammenarbeit funktioniert dank der untereinander vernetzten nationalen Informationssysteme wie ein Radar. Dieser Radar ermöglicht es rasch festzustellen, welche anderen Staaten über einschlägige Informationen verfügen, mit deren Hilfe eine Ermittlung vorangetrieben werden kann. Anfragen können so gezielter gestellt werden.

Dank der Prümer Zusammenarbeit können Zusammenhänge zwischen Verbrechen, die in anderen Ländern verübt worden, leichter hergestellt werden. Die Vorgehensweisen krimineller Organisationen können aufgedeckt werden und Serienverbrechen lassen sich als solche erkennen. In Wien beispielsweise konnte dank Treffern bei DNA-Profilen und Fingerabdrücken, die in den Niederlanden, in Deutschland und in Polen sichergestellt worden waren, ein Serienmörder identifiziert und festgenommen werden.

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nach oben Letzte Änderung 07.12.2018