Friedliche Schweizer Fans an der WM in Russland

Schlagwörter: Sportveranstaltung

Informationen, fedpol, 06.07.2018

Wieder einmal war die Hürde WM-Achtelfinal für die Schweizer Nationalmannschaft zu hoch. Das Ausscheiden gegen Schweden bedeutete auch das Ende des Einsatzes der Schweizer Polizeidelegation in Russland. fedpol zieht eine positive Bilanz.

Die Schweizer Fans zeigten sich an den Spielstätten in Russland grossmehrheitlich von ihrer gewohnt friedlichen Seite. Das fünfköpfige Szenekenner-Team unter Leitung von fedpol wurde nicht mit grösseren Zwischenfällen konfrontiert. Es konnte einen präventiven Beitrag dazu leisten, dass sich Schweizer Fans in Russland sicher, geschützt und willkommen fühlten. Die anspruchsvolle, enge und professionelle Zusammenarbeit zwischen allen Partnern wie den russischen Behörden, dem Veranstalter, der Schweizer Botschaft, den Grenzbehörden, dem Schweizer Fussballverband und der Fanarbeit Schweiz war dabei ein zentrales Element. Einziger Wehrmutstropfen: Einige Schweizer Fans wurden Opfer von Diebstählen. 

Kleinere Vorfälle

Beim Gruppenspiel gegen Brasilien war die Stimmung grossmehrheitlich vor, während und nach dem Spiel ausgelassen und friedlich. Vor und während dem Spiel wurden vereinzelt ungebührliches Verhalten und kleinere Pöbeleien und Tätlichkeiten festgestellt. Nach dem Spiel stürzte ein alkoholisierter Schweizer Fan ohne Dritteinwirkung und musste mit Kopfverletzungen hospitalisiert werden. Einem Nati-Fan konnte durch das Schweizer Szenekenner Team sein verlorengegangener Reisepass zurückgegeben werden.

Beim zweiten Gruppenspiel der Schweiz war die russische Polizei mit massiven Sicherheitskräften präsent. Das Spiel wurde im Vorfeld als Risiko eingestuft. Vor dem Spiel wurden den serbischen Fans mehrere Fahnen und T-Shirts mit politischem und nationalistischem Hintergrund weggenommen. Im Stadion pfiffen die serbischen Fans bei Ballkontakt von Schweizer Spielern mit albanischen Wurzeln. Die Situation zwischen den beiden Fanlagern vor Ort blieb jedoch trotz wiederholten Provokationen ruhig. Es mussten keine Zwischenfälle verzeichnet werden.

Auch beim letzten Gruppenspiel gegen Costa Rica sowie im Achtelfinal gegen Schweden blieb es friedlich. fedpol musste keine Ausreisebeschränkungen verfügen. Im Vergleich zur Europameisterschaft vor zwei Jahren in Frankreich hielten sich die Zuschauerströme aus der Schweiz in Richtung Russland in Grenzen. Pro Spiel unterstützten zwischen 1‘300 – 3‘500 Anhängerinnen und Anhänger die Nationalmannschaft vor Ort.  

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nach oben Letzte Änderung 06.07.2018

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