WEF 2018: Über 300 völkerrechtlich geschützte Personen

Informationen, fedpol, 26.01.2018

Das World Economic Forum (WEF) hat über 300 völkerrechtlich geschützte Personen nach Davos und zahlreiche Menschen in der Schweiz zum Demonstrieren auf die Strasse gebracht. Für die Schweizer Polizei eine Zeit der erhöhten Präsenz. Auch hinter den Mitarbeitenden von fedpol vor Ort und in Bern liegen intensive Tage.

20 Staatspräsidentinnen und Staatspräsidenten, 38 Premierministerinnen und Premierminister, rund 180 Ministerinnen und Minister sowie 13 Königinnen und Könige zur gleichen Zeit am gleichen Ort. Das ist die Bilanz des World Economic Forum (WEF) im Jahr 2018. fedpol hat bereits im Vorfeld auf der Grundlage einer Gefährdungsanalyse wo nötig Schutzmassnahmen für die Besucher festgelegt.

Zur Verstärkung der Gesamteinsatzleitung der Kantonspolizei Graubünden wurden dieses Jahr zusätzliche Mitarbeitende von fedpol eingesetzt. Sie standen den völkerrechtlichen geschützten Personen zur Verfügung und stellten den Kontakt zur Kantonspolizei und den ausländischen Sicherheitsbeamten der Besucher sicher – mit dem Ziel, den Zugang der Delegationen zum Sicherheitssektor und deren Verschiebungen zu gewährleisten.

Erhöhte Bedrohungslage

Mit der erhöhten terroristischen Bedrohungslage haben die Schutzmassnahmen zugunsten völkerrechtlich geschützter Personen seit den Terroranschlägen in Europa zugenommen. Zahlreiche ausländische Staatschefs reisten mit persönlichen Sicherheitsleuten an. Persönliche Sicherheitsbeamte ausländischer Gäste brauchen eine Bewilligung von fedpol, um eine Faustfeuerwaffe zu tragen.

Die Anzahl völkerrechtlich geschützter Personen war zwar hoch, die Woche präsentierte sich sonst relativ ruhig: fedpol klärte dutzende Anfragen von in- und ausländischen Polizeien rund um das WEF ab. Mittels Verbindungspolizisten in Davos wurde eine rasche Abwicklung der Anfragen an den Konferenztagen sichergestellt. Es wurden keine Einreiseverbote für die Zeit der Veranstaltung verfügt.

nach oben Letzte Änderung 26.01.2018