EIS und SIS – zwei unerlässliche Instrumente für fedpol. Aber worin unterscheiden sie sich?

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Informationen, fedpol, 22.09.2017

Ein Polizist kontrolliert einen Automobilisten
Bei einer Routinekontrolle können sehr viel mehr Informationen zur angehaltenen Person in Erfahrung gebracht werden. (Foto: KEYSTONE/Jean-Christophe Bott)

Das Schengener Informationssystem (SIS) ist eine Fahndungsdatenbank, in der Personen und Gegenstände (Ausweisdokumente; Fahrzeuge; Waffen, die gestohlen worden sind oder nach denen gefahndet wird) europaweit ausgeschrieben werden. Das SIS ermöglicht einen schnellen und systematischen Datenaustausch und Fahndungen im gesamten Schengen-Raum.

Das Europol Information System (EIS) ist eine von Europol betriebene polizeiliche Datenbank, auf die alle 28 EU-Mitgliedstaaten zugreifen können. Das EIS enthält mehr Informationen als das SIS – beispielsweise Angaben über Kontakte und Verbindungen zwischen Personen, über kriminelle Gruppen, über laufende Ermittlungen oder über die verwendeten Kommunikationsmittel.

Die Schweiz hat keinen direkten Echtzeit-Zugriff auf das EIS. Um Informationen zu erhalten, muss sie über den bei Europol stationierten Polizeiattaché einen schriftlichen Antrag stellen. Doch möchte die Schweiz so schnell und unkompliziert wie möglich direkt auf das EIS zugreifen können. Damit würde die Zusammenarbeit zugunsten der Sicherheit in Europa verstärkt und eine erhebliche Sicherheitslücke geschlossen.

Dank dem EIS könnte beispielsweise bei einer einfachen, in einem Kanton routinemässig durchgeführten Polizeikontrolle sofort geprüft werden, ob gegen die angehaltene Person bereits ermittelt wird, ob sie im Ausland vorbestraft ist und ob möglicherweise Bezüge zu internationalen kriminellen Gruppen bestehen.

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nach oben Letzte Änderung 22.09.2017