Werden Sie nicht zum Geldwäscher!

Schlagwörter: Geldwäscherei

Informationen, fedpol, 17.02.2017

Bern. Immer wieder fälschen Kriminelle Job-Angebote im Internet und verlangen von den vermeintlich künftigen Mitarbeitenden, ihr Privatkonto für das Verschieben von Geld zur Verfügung zu stellen. Damit wollen Kriminelle Ihre Gelder in den Wirtschaftskreislauf bringen und so waschen.

Die Angebote sind verlockend: Arbeit von zu Hause, ein hohes Gehalt, Flexibilität. Was viele nicht wissen: Sie werden als Geldesel (Money Mule) eingesetzt, um Gelder zu waschen, die aus kriminellen Aktivitäten stammen.

Zum Teil werden Immobilienfirmen dafür erfunden oder eigens gegründet. Es kommt aber auch vor, dass der Name einer bekannten Immobilienfirma missbraucht wird. Mittels öffentlich einsehbaren Informationen im Internet, erstellen Kriminelle eine täuschend gleiche Website und veröffentlichen solche Stellenangebote.

Jemand, der sein Konto für die Verschiebung von Geldern zur Verfügung stellt, kann für die Mithilfe zur Geldwäscherei strafrechtlich belangt werden. Lassen Sie sich nicht auf solche Angebote ein, um sich nicht strafbar zu machen.

fedpol empfiehlt:

  • Seien Sie misstrauisch!
  • Glauben Sie nicht alles, was Sie im Internet finden oder in Ihren E-Mails lesen, auch wenn Ihnen Logo oder Gestaltung des Absenders bekannt erscheinen oder die Firma im Schweizer Handelsregister gefunden haben.
  • Seriöse Firmen fordern niemals vertrauliche Daten per E-Mail an.
  • Seriöse Arbeitgeber laden Sie in der Regel zu einem Vorstellungsgespräch ein.
  • Seriöse Arbeitgeber verlangen nicht, dass Sie Ihr Privatkonto für den Zahlungsverkehr des Geschäfts zur Verfügung zu stellen.
  • Verzichten Sie im Zweifelsfall! Sie sind sich nicht sicher, ob ein Angebot oder eine Webseite seriös ist? Besser auf ein verlockendes Angebot verzichten, als in die Falle tappen.
  • Falls Ihnen die Immobilienfirma bekannt vorkommt: Fragen Sie im Zweifelsfall beim "richtigen" Absender nach, ob das Job-Angebot wirklich besteht.
  • Senden Sie uns solche Job-Angebote zu Analysezwecken unter www.cybercrime.admin.ch zu.

Weitere Infos

Links

Dossier

News

nach oben Letzte Änderung 17.02.2017