Überwachungssoftware P2P-Scan von Action Innocence im Dienst von fedpol

Informationen, fedpol, 28.11.2016

Bern. Im Jahr 2015 wurden in der von Europol koordinierten "Operation Daylight" 600 Personen identifiziert, die kinderpornografisches Material verbreitet hatten. Dank der Überwachungssoftware P2P-Scan, die fedpol von der Organisation Action Innocence zur Verfügung gestellt erhalten hat, sind in Europa bislang 75 Personen festgenommen worden.

Mit der von Action Innocence entwickelten Überwachungssoftware P2P-Scan kann Pädokriminalität im Internet wirksam bekämpft werden. Diese Software steht der Polizei bereits seit einigen Jahren zur Verfügung.

Diese Software erlaubt es den Strafverfolgungsbehörden, Peer-to-Peer-Netze zu durchsuchen und Personen zu identifizieren, die kinderpornografisches Material im Netz herunterladen und verbreiten.

Weitere Festnahmen stehen bevor

Die gewonnen Erkenntnisse sind Europol, einem der wichtigsten Partner von fedpol,  zugestellt worden. Gestützt darauf ist in 28 europäischen Staaten eine gemeinsame, von Europol geleitete Operation lanciert worden. Diese im Rahmen von EMPACT (Europäische multidisziplinäre Plattform gegen kriminelle Bedrohungen) geplante und durchgeführte "Operation Daylight" ermöglichte es der Polizei der betreffenden Länder Ermittlungen einzuleiten. Bislang kam es zur Festnahme von 75 Personen. Die Ermittlungen sind noch nicht abgeschlossen. Es wird mit weiteren Festnahmen gerechnet.

Zusammenarbeit von entscheidender Bedeutung

Für fedpol ist die Zusammenarbeit mit der Organisation "Action Innocence" von massgeblicher Bedeutung, um gegen Pädokriminelle vorgehen zu können, die im Internet ihr Unwesen treiben. Nach wie vor gehören Peer-to-Peer-Netze zu den wichtigsten Quellen für  Pädosexuelle, die im Internet nach kinderpornografischem Material suchen.

Wird gegen die im Netz ermittelten Verdächtigten Anzeige erstattet, kann eine Hausdurchsuchung angeordnet und die Betroffenen können vernommen werden. Die Überwachungssoftware P2P-Scan entdeckt Bildmaterial und wer es verbreitet hat. Sie hilft auch den Strafverfolgungsbehörden, Kinderschänder festzunehmen, die polizeilich nicht aktenkundig sind.

Von den Partnern anerkannt

Die Software P2P-Scan wurde in der Schweiz von einer vertrauenswürdigen Organisation entwickelt. Die Software läuft auf deren eigenen Servern. Die Qualität der von P2P-Scan erstellten Dossiers wird von den Partnern von fedpol im In- und Ausland anerkannt. In jedem einzelnen der von fedpol bearbeiteten Fälle, die sich dank der Ermittlungen mit dieser Software ergaben, führten die kantonalen Polizeikorps in den vergangenen Jahren Hausdurchsuchungen durch. Im Jahr 2016 sind in 100 Prozent der Fälle Dateien pädosexuellen Inhalts sichergestellt worden. 2015 wurden in 92 Prozent, 2014 in 94 Prozent aller Fälle einschlägige Dateien sichergestellt.

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nach oben Letzte Änderung 28.11.2016

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