Erpressungsversuch unter Androhung von DDoS-Attacken

Schlagwörter: Netzwerkkriminalität

Warnungen, fedpol, 18.10.2016

fedpol erhält zurzeit Meldungen über Erpressungsversuche, die mittels DDoS (Distributed Denial of Service) durchgeführt werden. Hinter den DDoS-Attacken steckt eine Gruppe namens Lizard Squad.

Die Opfer erhalten eine in Englisch verfasste E-Mail. Der Absender lautet lizardlands@lizardsquad.net. In der E-Mail werden die Oper aufgefordert, bis spätestens 24. Oktober 10 Bitcoins (ca. CHF 6'280) zu zahlen. Die Erpresser drohen, dass wenn dieser Aufforderung nicht nachgekommen werde, sie auf das Informatiksystem des Opfers eine DDoS-Attacke ausführen würden. Bei einer DDoS-Attacke wird ein Informatiksystem mit sehr grossen Datenmengen überschwemmt. Ein solcher massiver Datenfluss kann das jeweilige Informatiksystem überlasten und es zeitweise lahmlegen.

Bislang ist fedpol noch kein Fall einer tatsächlichen DDoS-Attacke gemeldet worden. Es ist nicht ausgeschlossen, dass sich die Drohungen als unbegründet erweisen.

fedpol empfiehlt:

  1. Gehen Sie nicht auf die Forderung ein! In den Augen der Erpresser ist es ein Zeichen von Schwäche, wenn bezahlt wird. Das Opfer wird auch später wieder das Ziel von Erpressungen werden.
  2. Melden Sie einen Erpressungsversuch mit dem dafür vorgesehenen Online-Formular.
  3. Schützen Sie sich gegen mögliche DDoS-Attacken und Erpressungsversuche, indem Sie die Ratschläge der Melde- und Analysestelle Informationssicherung (MELANI) beherzigen.

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nach oben Letzte Änderung 18.10.2016