Perfide Betrugsmails mit vermissten Haustieren

Schlagwörter: Netzwerkkriminalität

Warnungen, fedpol, 19.08.2016

fedpol erhält vereinzelt Meldungen von Personen, die ihr Haustier online als vermisst gemeldet haben. Die vermeintlichen Finder stellen sich als Betrüger heraus, die an Geld gelangen wollen.

Haustierbesitzer aufgepasst: Bei fedpol melden sich Besitzer, die ihre Tiere bei der Schweizerischen Tiermeldezentrale online als vermisst gemeldet haben und anschliessend von Betrügern per E-Mail oder per Telefon kontaktiert wurden. Die E-Mails sind häufig fehlerhaft verfasst und die Telefonanrufe erfolgen unterdrückt.

Die Betrüger geben an, das Tier bei einer Durchreise in der Region gefunden zu haben und es ins Ausland mitgenommen zu haben. Das Tier befinde sich nun bei ihnen, etwa in Frankreich. Sobald sich die Besitzer beim vermeintlichen Finder melden, werden Geldbeträge für Tierarztbesuche oder Transportkosten verlangt.

fedpol empfiehlt:

  • Seien Sie misstrauisch bei einer fehlerhaften E-Mail oder einem Telefonanruf eines angeblichen Finders mit unterdrückter Nummer.
  • Auch die Tatsache, dass ein Tier über die Grenze mitgenommen wurde, ist eher ungewöhnlich.
  • Nehmen Sie nicht Kontakt auf zu diesen Personen.
  • Bezahlen Sie keine angeblichen Tierarztrechnungen und Transportkosten.
  • Verlangen Sie ein Foto des Tieres.
  • Seien Sie auch vorsichtig mit Vermisstmeldungen auf Social Media. Machen Sie keine konkreten Angaben zu ihrem Wohnort. Das Bild wird häufig tausendfach geteilt.
  • Melden Sie uns Fälle unter www.cybercrime.admin.ch zu Analysezwecken.

nach oben Letzte Änderung 19.08.2016