fedpol hat nach den Ereignissen in München ihre Task-Force aktiviert

Informationen, fedpol, 23.07.2016

Bern. Nach der tragischen Attacke in München hat fedpol ihre operative Task-Force aktiviert. Alle Sicherheitsbehörden in der Schweiz sind in Kontakt. fedpol und der NDB verfolgen die Situation aufmerksam und stehen im Kontakt mit den deutschen Behörden.

Polizei und Rettungskräfte vor dem Hauptbahnhof München
Polizei und Rettungskräfte vor dem Hauptbahnhof München (Foto: KEYSTONE/DPA/Felix Hörhager)

Derzeit wurden keine Verbindungen zwischen den Attentätern und der Schweiz gefunden. Die terroristische Bedrohungslage in der Schweiz bleibt unverändert und damit erhöht. Diese drei Anschläge, die innerhalb eines Zeitraums von acht Tagen verübt worden sind, zeigen den sich wiederholenden und annähernden Charakter der gewalttätigen Aktionen, mit denen Europa konfrontiert sein kann.

Auch aufgrund ihrer geografischen Nähe zu München, Würzburg und Nizza, bleibt die Schweiz ein mögliches Ziel für einen eventuellen Anschlag. Dennoch liegen dem NDB zurzeit keine Hinweise auf eine konkrete Bedrohung vor.

Die anhaltend erhöhte Terrorbedrohung in Europa allgemein ist einerseits auf eine hohe Anzahl von dschihadistisch motivierten Reisebewegungen zurückzuführen, aber auch auf die direkten Aufrufe des "Islamischen Staats" und weiterer Terrorgruppierungen, Anschläge auf westliche Ziele zu verüben, sowie auf die in den letzten Monaten verübten Anschläge.  

Der Grenzwachtkorps ist ebenfalls in Kontakt mit den deutschen Partnerbehörden. Das Dispositiv an der Nordgrenze wurde punktuell verstärkt und geeignete taktische Massnahmen ergriffen. Wo notwendig wird das Dispositiv gemäss den Erkenntnissen und in Absprache mit den Partnerbehörden angepasst. Aus taktischen Gründen kommuniziert das Grenzwachtkorps keine Details zu den getroffenen Massnahmen.

Aktuell liegen dem EDA keine Erkenntnisse vor, dass sich Schweizer Staatsangehörige unter den Opfern befinden. Das EDA steht in Kontakt mit der Vertretung in München und den lokalen Behörden. Reisende mit Zielland Deutschland werden gebeten, sich in den Medien auf dem Laufenden zu halten und die Anweisungen der deutschen Polizei zu befolgen.

Dokumentation

nach oben Letzte Änderung 23.07.2016