Botschaftsschutz

Sicherheit für ausländische Vertretungen und internationale Organisationen

Mit seinen laufenden Analysen der Bedrohungslage legt der Bundessicherheitsdienst (BSD) das Schutzniveau von ausländischen Vertretungen und internationalen Organisationen in der Schweiz fest. Er arbeitet eng mit den Polizeikorps der Kantone Bern und Genf sowie der Stadt Zürich zusammen, welche für die operative Umsetzung des Sicherheitsdispositivs zuständig sind. Die Armee unterstützt die Polizeikorps bei der Aufgabenwahrnehmung mittels subsidiären Sicherungseinsätzen.

Der Schutz ausländischer Vertretungen (Botschaften, Konsulate und Residenzen) und internationaler Organisationen ist eine gemeinsame polizeiliche Aufgabe von Bund und Kantonen im Rahmen der völkerrechtlichen Schutzpflichten der Schweiz.

Unveränderte Bedrohungslage

Die generelle Bedrohungslage hat sich seit dem 11. September 2001 nur unwesentlich verändert. Den Anschlägen in den USA folgten Terroranschläge in Madrid und London, welche vorderhand keine wesentliche Veränderung der Sicherheitsmassnahmen für die diplomatischen Einrichtungen zulassen. Der Bundessicherheitsdienst analysiert die Lage permanent und passt die Schutzmassnahmen jeweils umgehend an die aktuelle Situation an.

Enge Zusammenarbeit Bund - Kantone

Seit dem 01.01.2008 gilt für den Botschaftsschutz in den Städten Bern, Genf und Zürich ein neues Konzept, das einen schrittweisen Übergang zu einer zivileren und professionelleren Bewachungsorganisation vorsieht. Während die Zahl der zivilen Botschaftsschützer in den Polizeikorps der Kantone Bern und Genf spürbar erhöht wird, gelangen auf der Seite der Armee nur noch spezialisierte Profikräfte zum Einsatz, welche gegenüber den bisherigen WK-Truppen über erweiterte Kompetenzen verfügen. Das neue Konzept wurde im Rahmen der Plattform VBS-KKJPD-EJPD erarbeitet und von Bundesrat und Parlament im Jahr 2007 verabschiedet. Es stellt ein wegweisendes Element für die Zusammenarbeit zwischen Bund und Kantonen im Bereich der inneren Sicherheit dar.

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nach oben Letzte Änderung 12.06.2009