Kindersextourismus: Meldeformular für verdächtige Beobachtungen

Medienmitteilungen, fedpol, 09.09.2008

Bern. Wer im Ausland verdächtige Beobachtungen macht, die im Zusammenhang mit Kindersextourismus stehen könnten, kann dies in der Schweiz künftig den Strafverfolgungsbehörden melden. Das Bundesamt für Polizei (fedpol) stellt dafür im Internet ein elektronisches Meldeformular zur Verfügung.

Ab sofort können Personen, die den Verdacht haben, dass im Ausland die sexuelle Integrität eines Kindes gefährdet oder verletzt worden ist, über die Internetseite von fedpol ihre Beobachtungen melden. Um Missbräuche zu verhindern, können Mitteilungen nicht anonym deponiert werden. Verschiedene Rubriken ermöglichen es, Ereignisse und Beobachtungen sowie Angaben zu verdächtigen Personen präzise zu beschreiben.

Eingehende Meldungen werden bei fedpol gesichtet, sortiert und einer ersten Auswertung unterzogen. Fundierte und sachdienliche Informationen werden anschliessend von der Bundeskriminalpolizei (BKP) an die zuständigen kantonalen Polizeistellen weitergeleitet.

Das Meldeformular wurde in Zusammenarbeit mit der Verein Kinderschutz Schweiz (ECPAT Switzerland) erarbeitet. Es steht allen Personen zur Verfügung, die im Ausland gemachte Beobachtungen weiterleiten wollen; es richtet sich aber insbesondere an Mitarbeitende von Reiseagenturen und deren Kunden.

nach oben Letzte Änderung 09.09.2008

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