Das Bundesamt für Polizei zieht Bilanz

Medienmitteilungen, fedpol, 28.08.2009

Bern. Beim Bundesamt für Polizei hat sich 2009 einiges getan. Die wichtigsten Veränderungen betreffen die Reorganisation des Amtes nach dem Transfer des Dienstes für Analyse und Prävention (DAP) zum Eidgenössischen Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) sowie die Ernennung von Michael Perler zum neuen Chef Bundeskriminalpolizei (BKP). Zudem zieht fedpol Bilanz über die ersten 365 Tage seit Beginn der schweizerischen Schengenfahndung und blickt auf die Zusammenarbeit mit dem Personalverband fedpol zurück.

Am 21. Mai 2008 hat der Bundesrat entschieden, die nachrichtendienstlichen Teile des Dienstes für Analyse und Prävention (DAP) inklusive Bundeslagezentrum vom Bundesamt für Polizei (fedpol) in das Eidgenössische Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) zu transferieren. Der Entscheid wurde termingerecht per 1. Januar 2009 umgesetzt.

Fedpol hat den Transfer dazu genutzt, um mit dem Projekt EQUILIBRE betriebliche Abläufe zu verbessern, Synergien zu nutzen und die Organisation punktuell zu verbessern. Das Hauptziel der Anpassung, die Konzentration der Hauptabteilungen des Amtes auf ihre Kernaufgaben, wurde erreicht: Die Bundeskriminalpolizei widmet sich in erster Linie Ermittlungsaufgaben, der Bundessicherheitsdienst befasst sich vorrangig mit Aspekten des Schutzes und der Sicherheit, die Hauptabteilung Dienste ist unterstützend. Die internationalen Tätigkeiten des Amtes (Europol, Interpol, Schengen, Bilaterale Kooperation) werden in einer einzigen Einheit, der Hauptabteilung Internationale Polizeikooperation, weitergeführt.

Neuer Chef der Bundeskriminalpolizei

Michael Perler, der neue Chef der Bundeskriminalpolizei (BKP), ist seit dem 1. Juli 2009 im Amt. Bereits seit Juli 2006 war Perler für die operativen Bereiche der BKP zuständig, seit 2007 war er zudem stellvertretender Chef. Die Erfahrungen, welche der 42-Jährige in dieser Zeit gesammelt hat, haben es dem Freiburger erlaubt, sich rasch in die neue Funktion einzuarbeiten.

Erste Schwerpunkte setzt der „65 Tage alte“ Chef BKP im Bereich der Führungsphilosophie. Offenheit, Vertrauen, Engagement und Loyalität sind Stichworte, welche für Michael Perler in diesem Zusammenhang entscheidend sind. Dies nicht zuletzt auch mit Blick auf seine Vision, die lautet: Die BKP leistet auch künftig einen wesentlichen Anteil an der Sicherheit des Landes und der Bevölkerung. Mitentscheidend ist dabei nicht zuletzt auch eine vertiefte Zusammenarbeit mit den nationalen und internationalen Partnern. Dazu gehört insbesondere auch eine gemeinsame Definition von Kriminalitätsphänomenen, die es mittel- oder langfristig zu bekämpfen gilt.

Das Schengener Informationssystem ist ein voller Erfolg

Seit Mitte August 2008 ist das Schengener Informationssystem (SIS) in Betrieb. Das SIRENE-Büro (SIRENE = Supplementary Information Request at the National Entry), das sämtliche ein- und ausgehenden SIS-Fahndungen steuert, koordiniert und bearbeitet, ist seit dem ersten Tag der operativen SIS-Fahndungszusammenarbeit mit einer hohen Anzahl von Treffern in der Schweiz konfrontiert. Die Trefferbilanz übersteigt die Erwartungen bei weitem und beweist, dass das neue System seinen Zweck vollumfänglich erfüllt.

Die Inbetriebnahme und Umsetzung der schweizerischen Schengenfahndung hat von Beginn an problemlos geklappt. Das gleiche gilt für die Zusammenarbeit mit den involvierten Partnern wie den Kantonspolizeien, dem Grenzwachtkorps (GWK), den kantonalen Migrationsämtern, den Bundesämtern für Justiz und Migration sowie weiteren Stellen. Wie die ersten zwölf Monate gezeigt haben, leistet das SIS einen wichtigen Beitrag zur inneren Sicherheit der Schweiz.

Erfolgreiche Zusammenarbeit mit dem Personalverband fedpol
Bereits seit zehn Jahren arbeiten fedpol und der Personalverband fedpol zusammen. Der Verband, der mit der Gründung der Bundeskriminalpolizei 1999 entstanden ist, bezweckt die Wahrung und Förderung der geistigen, beruflichen und gewerkschaftlichen Interessen der Mitglieder. Gleichzeitig pflegt PVfedpol die Beziehungen und die Zusammenarbeit mit weiteren Verbänden und Organisationen.

Basis der Zusammenarbeit zwischen der Direktion fedpol und dem PVfedpol ist das gegenseitige Vertrauen. Lösungen werden gemeinsam erarbeitet, Verständnisfragen und Verunsicherungen gemeinsam besprochen. Dass die Zusammenarbeit funktioniert, hat sich zuletzt sowohl bei der erfolgreichen SIS-Einführung und Umsetzung wie auch beim Projekt EQUILIBRE gezeigt.

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