Zahl der Straftat-Anzeigen in der Schweiz nimmt weiter ab
Medienmitteilungen, fedpol, 02.07.2009
Bern. Die Gesamtzahl der erfassten Straftaten in der Schweiz ist im Jahr 2008 gegenüber dem Vorjahr zum vierten Mal in Folge gesunken. Insgesamt wurden 275'645 Straftaten angezeigt. Das entspricht einem leichten Rückgang von 1.3 % (-3625 Meldungen). Leicht angestiegen ist dagegen die Anzahl der Verzeigungen wegen Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz.
Der Rückgang der verzeigten Straftaten ist vor allem auf den Rückgang der Diebstähle zurückzuführen (-1.3%), die den Hauptanteil der Anzeigen ausmachen. Die Gesamtzahl der Anzeigen ohne Diebstahldelikte beläuft sich auf 40'964. Das entspricht einem Rückgang von 1,5 % gegenüber dem Vorjahr. Ebenfalls rückläufig sind die Anzeigen bei den vorsätzlichen Tötungsdelikten (-18.7%), Körperverletzungen (-7.8%), Raubdelikten (-5.0%), Vergewaltigungen (-5.6%), Erpressungen (-37.7%) und beim Betrug (-8.0%).
Gegenüber dem Vorjahr stark zugenommen haben dagegen Gewalt und Drohungen gegen Behörden und Beamte (+23.2%), Nötigungen (+10.8%), Drohungen (+5.0%), Freiheitsberaubungen und Entführungen (+15.7), Veruntreuungen (+12.5%) sowie Geldwäschereidelikte (+31.6%).
Annähernd gleich geblieben ist der Anteil der angezeigten Minderjährigen im Bezug auf die Gesamtzahl der tatverdächtigen Personen (19,5% vs. 19,7% im Jahr 2007). 50,9% der Tatverdächtigen waren ausländische Staatsbürgerinnen und Staatsbürger. Das bedeutet eine leichte Abnahme verglichen mit 2007 (51,1%).
Zunahme der Betäubungsmitteldelikte
Die registrierten Widerhandlungen gegen das Betäubungsmittelgesetz sind gegenüber dem Vorjahr stabil geblieben. 2008 wurden insgesamt 47'590 Verzeigungen registriert. Das sind 633 Anzeigen mehr als im Vorjahr und entspricht einem leichten Anstieg von 1,3 Prozent. Stärker zugenommen haben die Verzeigungen wegen Handels mit Betäubungsmitteln. Insgesamt wurden 3'202 Verzeigungen (+14%) registriert. Am meisten verzeigt wurde der Handel von Cannabisprodukten, gefolgt von Kokain und Heroin.
Wie in den vergangenen drei Jahren hat auch in diesem Jahr die Anzahl Verzeigungen wegen Konsums von Betäubungsmitteln erneut abgenommen (-5%). Seit dem Jahr 2004 beträgt der Rückgang der Verzeigungen in diesem Bereich knapp 14%.
Gegenüber dem Vorjahr zugenommen hat die sichergestellte Menge an Heroin. Eine Abnahme war hingegen bei der sichergestellten Menge von Kokain, Marihuana und Haschisch zu verzeichnen. Die jeweiligen Mengen können jedoch durch eine einzelne Grossicherstellung in einem Einjahresvergleich sehr stark variieren. Konkrete Schlüsse bezüglich Entwicklung und Nachfrage dieser Märkte lassen sich darum nur durch die Beobachtung der Sicherstellung über mehrere Jahre hinweg ziehen.
Verlässlichere Daten ab 2010
Das Bundesamt für Polizei weist darauf hin, dass die Polizeiliche Kriminalstatistik eine auf ausgewählte Bereiche beschränkte Anzeigestatistik ist und keine Gesamtstatistik. Die von den Stadt- und Kantonspolizeien erfassen Daten weisen in den Bereichen Erfassungstechnik, Kategorisierung und Auswertung zahlreiche Mängel auf. Die vorliegenden Zahlen sind demnach lediglich als Indikatoren und – über mehrere Jahre betrachtet – als Basis für Trendaussagen zu bewerten.
Die Konferenz der Kantonalen Justiz- und Polizeidirektorinnen und -direktoren (KKJPD) hat Anfang 2006 gemeinsam mit dem Eidg. Justiz- und Polizeidepartement (EJPD) und dem Eidg. Departement des Inneren (EDI) entschieden, das Konzept für eine umfassende Revision der PKS umzusetzen. Dieses wurde vom Bundesamt für Statistik (BFS) in Zusammenarbeit mit den Kantonen erarbeitet. Gemäss Plan soll die neue PKS (mit wesentlich detaillierteren und verlässlicheren Daten) erstmals im Jahre 2010 vorliegen.
Während der Übergangszeit werden die Anzeigen der städtischen und kantonalen Polizeikorps auf Wunsch der KKJPD weiterhin vom fedpol zusammengefasst
und auf der Website des Bundesamtes für Polizei publiziert. Da einige Kantone ihre Anzeigen bereits nach der Zählweise für die neue PKS erfassen, muss die diesjährige Statistik jedoch mit noch grösserer Vorsicht interpretiert werden.
Verzichtet wird in diesem Jahr auf die Angaben der Entwichenen und Vermissten
Personen, da sie nach der neuen Statistik nicht mehr ausgewiesen werden.
Gegenüber dem Vorjahr stark zugenommen haben dagegen Gewalt und Drohungen gegen Behörden und Beamte (+23.2%), Nötigungen (+10.8%), Drohungen (+5.0%), Freiheitsberaubungen und Entführungen (+15.7), Veruntreuungen (+12.5%) sowie Geldwäschereidelikte (+31.6%).
Annähernd gleich geblieben ist der Anteil der angezeigten Minderjährigen im Bezug auf die Gesamtzahl der tatverdächtigen Personen (19,5% vs. 19,7% im Jahr 2007). 50,9% der Tatverdächtigen waren ausländische Staatsbürgerinnen und Staatsbürger. Das bedeutet eine leichte Abnahme verglichen mit 2007 (51,1%).
Zunahme der Betäubungsmitteldelikte
Die registrierten Widerhandlungen gegen das Betäubungsmittelgesetz sind gegenüber dem Vorjahr stabil geblieben. 2008 wurden insgesamt 47'590 Verzeigungen registriert. Das sind 633 Anzeigen mehr als im Vorjahr und entspricht einem leichten Anstieg von 1,3 Prozent. Stärker zugenommen haben die Verzeigungen wegen Handels mit Betäubungsmitteln. Insgesamt wurden 3'202 Verzeigungen (+14%) registriert. Am meisten verzeigt wurde der Handel von Cannabisprodukten, gefolgt von Kokain und Heroin.
Wie in den vergangenen drei Jahren hat auch in diesem Jahr die Anzahl Verzeigungen wegen Konsums von Betäubungsmitteln erneut abgenommen (-5%). Seit dem Jahr 2004 beträgt der Rückgang der Verzeigungen in diesem Bereich knapp 14%.
Gegenüber dem Vorjahr zugenommen hat die sichergestellte Menge an Heroin. Eine Abnahme war hingegen bei der sichergestellten Menge von Kokain, Marihuana und Haschisch zu verzeichnen. Die jeweiligen Mengen können jedoch durch eine einzelne Grossicherstellung in einem Einjahresvergleich sehr stark variieren. Konkrete Schlüsse bezüglich Entwicklung und Nachfrage dieser Märkte lassen sich darum nur durch die Beobachtung der Sicherstellung über mehrere Jahre hinweg ziehen.
Verlässlichere Daten ab 2010
Das Bundesamt für Polizei weist darauf hin, dass die Polizeiliche Kriminalstatistik eine auf ausgewählte Bereiche beschränkte Anzeigestatistik ist und keine Gesamtstatistik. Die von den Stadt- und Kantonspolizeien erfassen Daten weisen in den Bereichen Erfassungstechnik, Kategorisierung und Auswertung zahlreiche Mängel auf. Die vorliegenden Zahlen sind demnach lediglich als Indikatoren und – über mehrere Jahre betrachtet – als Basis für Trendaussagen zu bewerten.
Die Konferenz der Kantonalen Justiz- und Polizeidirektorinnen und -direktoren (KKJPD) hat Anfang 2006 gemeinsam mit dem Eidg. Justiz- und Polizeidepartement (EJPD) und dem Eidg. Departement des Inneren (EDI) entschieden, das Konzept für eine umfassende Revision der PKS umzusetzen. Dieses wurde vom Bundesamt für Statistik (BFS) in Zusammenarbeit mit den Kantonen erarbeitet. Gemäss Plan soll die neue PKS (mit wesentlich detaillierteren und verlässlicheren Daten) erstmals im Jahre 2010 vorliegen.
Während der Übergangszeit werden die Anzeigen der städtischen und kantonalen Polizeikorps auf Wunsch der KKJPD weiterhin vom fedpol zusammengefasst
und auf der Website des Bundesamtes für Polizei publiziert. Da einige Kantone ihre Anzeigen bereits nach der Zählweise für die neue PKS erfassen, muss die diesjährige Statistik jedoch mit noch grösserer Vorsicht interpretiert werden.
Verzichtet wird in diesem Jahr auf die Angaben der Entwichenen und Vermissten
Personen, da sie nach der neuen Statistik nicht mehr ausgewiesen werden.
