Anzeigen in der Schweiz zurückgegangen
Fedpol veröffentlicht Polizeiliche Kriminalstatistik und Betäubungsmittelstatistik 2006
Medienmitteilungen, fedpol, 28.06.2007
Bern. In der Schweiz wurden 2006 rund fünf Prozent weniger Straftaten von der Polizei registriert als im Jahr zuvor. 2006 gingen insgesamt 288'156 (2005: 303'270) Anzeigen ein. Der Rückgang ist vor allem auf weniger Anzeigen bei den Diebstählen zurückzuführen Auch bei den Verzeigungen wegen Widerhandlungen gegen das Betäubungsmittelgesetz ist ein Rückgang von fünf Prozent zu verzeichnen, was 47'001 Verzeigungen entspricht (2005: 49'450 Verzeigungen).
Der Rückgang der verzeigten Straftaten ist vor allem auf die Entwicklung bei den Diebstählen zurückzuführen, die den Grossteil der Anzeigen ausmachen. Lässt man die Anzeigen wegen Diebstahl (inkl. Fahrzeuge) unberücksichtigt, nahmen die erfassten Tatbestände um 3,3 Prozent zu. Generell sind die deutlichsten Rückgänge bei den Delikten gegen das Vermögen feststellbar, so bei Erpressung (-24,6 %), Betrug (-13,9 %), Diebstahl (-7,3 %) und Fahrzeugdiebstahl (- 2,6 %).
Zunahmen sind vor allem bei Gewaltdelikten und den Delikten gegen die Freiheit zu verzeichnen. Vor allem bei den angezeigten Körperverletzungen setzt sich der Anstieg bei den Anzeigen ungebrochen fort ( (+14,5 %), gefolgt von Nötigung (+11 %), Freiheits¬beraubung und Entführung (+10,1 %), Drohungen (+8,6 %) und Gewalt und Drohungen gegen Behörden und Beamte (+7,3 %).
Bei den Delikten gegen die sexuelle Integrität zeigt sich hinsichtlich der Vergewaltigungen erstmals ein kleiner Bruch im langjährigen Aufwärtstrend. Das heisst, es sind 1,1 Prozent weniger Vergewaltigungen angezeigt worden. Die Abnahme betrifft aber die versuchten und nicht die vollendeten Vergewaltigungen. Generell gilt, dass Anzeigen zu versuchten und vollendeten Delikten in die Anzeigestatistik einfliessen. Bei den anderen, ausgewählten Delikten gegen die sexuelle Integrität ist ein geringfügiger Anstieg feststellbar.
Mehr Anzeigen gegen Minderjährige
Der Anteil der angezeigten Minderjährigen an der Gesamtzahl (19,8 %) der tatverdächtigen Personen ist gegenüber dem Vorjahr (2005:17,9 %) leicht angestiegen. Bei praktisch allen Deliktsbereichen konnten im Jahr 2006 mehr Anzeigen gegen Minderjährige festgestellt werden.
49,4 % der Tatverdächtigen waren ausländische Staatsbürgerinnen und Staatsbürger, was im Vergleich zu den Vorjahren einem Rückgang entspricht. Von den ausländischen Tatverdächtigen hatten 79,8 % eine Kontaktadresse in der Schweiz.
Weniger Betäubungsmitteldelikte
Im Jahr 2006 wurden 47'001 Verzeigungen wegen Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz registriert. Im Vergleich zu den 49'450 Verzeigungen im Vorjahr bedeutet dies eine Abnahme um 5 Prozent.
Die sichergestellte Menge an Ecstasy erreichte 2006 mit 216'811 Dosen einen neuen Rekordwert. Auch wurde im Vergleich zum Vorjahr deutlich mehr Kokain beschlagnahmt. Bei den Cannabisprodukten waren die Sicherstellungen von Marihuana stark rückläufig, während beim Haschisch die Mengen stabil blieben.
Die Verzeigungen wegen Konsums von Betäubungsmitteln nahmen gegenüber dem Vorjahr leicht ab (-3,6 %). Rückläufig waren die Verzeigungen wegen Konsums von Marihuana (-5,2 %), Haschisch (-1,3 %), Heroin (-8,6 %), Kokain (- 4,9 %) und Ecstasy (-11,7 %). Angestiegen sind die Verzeigungen wegen dem Konsum von Amphetamin (+4,7 %).
Die Verzeigungen wegen Handels gingen im gleichen Zeitraum um rund 11,1 Prozent zurück. Am stärksten rückläufig waren die Verzeigungen wegen Handels von Heroin (-18,4 %), Kokain (-12,6 %), Ecstasy (-8,4 %) und Marihuana (-7,7 %). Zugenommen haben die Verzeigungen wegen Handels mit Amphetamin.
Die Anzahl der gemeldeten Drogentoten ging im Jahr 2006 auf 193 zurück (Vorjahr 211), wobei der Kanton Baselstadt diesbezüglich keine Daten mehr erheben konnte. Aufgrund der Zahlen von Basel-Stadt aus den Vorjahren kann aber davon ausgegangen werden, dass die Anzahl Drogentoter seit 1998 relativ stabil ist.
PKS wird überarbeitet
Fedpol weist erneut darauf hin, dass die Statistiken mit methodischen Mängeln behaftet sind. Die vorliegenden Zahlen sind demnach lediglich als Indikatoren und - über mehrere Jahre betrachtet - als Basis für Trendaussagen zu bewerten.
Die Konferenz der Kantonalen Justiz- und Polizeidirektorinnen und -direktoren (KKJPD) hat Anfang 2006 gemeinsam mit den beteiligten Departementen EJPD und EDI entschieden, das vom Bundesamt für Statistik (BFS) in Zusammenarbeit mit den Kantonen erarbeitete Konzept für eine umfassende Revision der PKS umzusetzen.
Die neue PKS mit wesentlich detaillierteren und verlässlicheren Daten wird voraussichtlich erstmals im Jahre 2010 vorliegen. Während der Übergangszeit werden die Anzeigen der städtischen und kantonalen Polizeikorps auf Wunsch der KKJPD weiterhin von fedpol zusammengefasst und veröffentlicht.
Zunahmen sind vor allem bei Gewaltdelikten und den Delikten gegen die Freiheit zu verzeichnen. Vor allem bei den angezeigten Körperverletzungen setzt sich der Anstieg bei den Anzeigen ungebrochen fort ( (+14,5 %), gefolgt von Nötigung (+11 %), Freiheits¬beraubung und Entführung (+10,1 %), Drohungen (+8,6 %) und Gewalt und Drohungen gegen Behörden und Beamte (+7,3 %).
Bei den Delikten gegen die sexuelle Integrität zeigt sich hinsichtlich der Vergewaltigungen erstmals ein kleiner Bruch im langjährigen Aufwärtstrend. Das heisst, es sind 1,1 Prozent weniger Vergewaltigungen angezeigt worden. Die Abnahme betrifft aber die versuchten und nicht die vollendeten Vergewaltigungen. Generell gilt, dass Anzeigen zu versuchten und vollendeten Delikten in die Anzeigestatistik einfliessen. Bei den anderen, ausgewählten Delikten gegen die sexuelle Integrität ist ein geringfügiger Anstieg feststellbar.
Mehr Anzeigen gegen Minderjährige
Der Anteil der angezeigten Minderjährigen an der Gesamtzahl (19,8 %) der tatverdächtigen Personen ist gegenüber dem Vorjahr (2005:17,9 %) leicht angestiegen. Bei praktisch allen Deliktsbereichen konnten im Jahr 2006 mehr Anzeigen gegen Minderjährige festgestellt werden.
49,4 % der Tatverdächtigen waren ausländische Staatsbürgerinnen und Staatsbürger, was im Vergleich zu den Vorjahren einem Rückgang entspricht. Von den ausländischen Tatverdächtigen hatten 79,8 % eine Kontaktadresse in der Schweiz.
Weniger Betäubungsmitteldelikte
Im Jahr 2006 wurden 47'001 Verzeigungen wegen Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz registriert. Im Vergleich zu den 49'450 Verzeigungen im Vorjahr bedeutet dies eine Abnahme um 5 Prozent.
Die sichergestellte Menge an Ecstasy erreichte 2006 mit 216'811 Dosen einen neuen Rekordwert. Auch wurde im Vergleich zum Vorjahr deutlich mehr Kokain beschlagnahmt. Bei den Cannabisprodukten waren die Sicherstellungen von Marihuana stark rückläufig, während beim Haschisch die Mengen stabil blieben.
Die Verzeigungen wegen Konsums von Betäubungsmitteln nahmen gegenüber dem Vorjahr leicht ab (-3,6 %). Rückläufig waren die Verzeigungen wegen Konsums von Marihuana (-5,2 %), Haschisch (-1,3 %), Heroin (-8,6 %), Kokain (- 4,9 %) und Ecstasy (-11,7 %). Angestiegen sind die Verzeigungen wegen dem Konsum von Amphetamin (+4,7 %).
Die Verzeigungen wegen Handels gingen im gleichen Zeitraum um rund 11,1 Prozent zurück. Am stärksten rückläufig waren die Verzeigungen wegen Handels von Heroin (-18,4 %), Kokain (-12,6 %), Ecstasy (-8,4 %) und Marihuana (-7,7 %). Zugenommen haben die Verzeigungen wegen Handels mit Amphetamin.
Die Anzahl der gemeldeten Drogentoten ging im Jahr 2006 auf 193 zurück (Vorjahr 211), wobei der Kanton Baselstadt diesbezüglich keine Daten mehr erheben konnte. Aufgrund der Zahlen von Basel-Stadt aus den Vorjahren kann aber davon ausgegangen werden, dass die Anzahl Drogentoter seit 1998 relativ stabil ist.
PKS wird überarbeitet
Fedpol weist erneut darauf hin, dass die Statistiken mit methodischen Mängeln behaftet sind. Die vorliegenden Zahlen sind demnach lediglich als Indikatoren und - über mehrere Jahre betrachtet - als Basis für Trendaussagen zu bewerten.
Die Konferenz der Kantonalen Justiz- und Polizeidirektorinnen und -direktoren (KKJPD) hat Anfang 2006 gemeinsam mit den beteiligten Departementen EJPD und EDI entschieden, das vom Bundesamt für Statistik (BFS) in Zusammenarbeit mit den Kantonen erarbeitete Konzept für eine umfassende Revision der PKS umzusetzen.
Die neue PKS mit wesentlich detaillierteren und verlässlicheren Daten wird voraussichtlich erstmals im Jahre 2010 vorliegen. Während der Übergangszeit werden die Anzeigen der städtischen und kantonalen Polizeikorps auf Wunsch der KKJPD weiterhin von fedpol zusammengefasst und veröffentlicht.
