Meldestelle für Geldwäscherei (MROS)

geldwäscherei


Der Meldestelle für Geldwäscherei (MROS) im Bundesamt für Polizei (fedpol) kommt eine Relais- und Filterfunktion zwischen den Finanzintermediären und den Strafverfolgungsbehörden zu. Sie ist die nationale Zentralstelle, welche gemäss dem Geldwäschereigesetz Verdachtsmeldungen bezüglich Geldwäscherei, Terrorismusfinanzierung, Gelder verbrecherischer Herkunft oder krimineller Organisationen von Finanzintermediären entgegennimmt, analysiert und allenfalls an die Strafverfolgungsbehörden weiterleitet.

Gleichzeitig ist die MROS auch eine Fachbehörde, welche jährlich in einer anonymisierten Statistik über die Entwicklung der Bekämpfung der Geldwäscherei, des organisierten Verbrechens und der Terrorismusfinanzierung in der Schweiz berichtet und dabei Typologien erkennt, welche zu Schulungszwecken den Finanzintermediären weitervermittelt werden. Organisatorisch ist die MROS als Sektion innerhalb des Bundesamtes für Polizei eingereiht, ist aber selber keine Polizeibehörde. MROS ist eine administrative Verwaltungsbehörde mit besonderen Aufgaben.

Die MROS ist Mitglied der „Egmont Group“, einer weltweiten Vereinigung von „Financial Intelligence Units (FIU)“, welche zum Ziel hat, die Voraussetzungen für einen gesicherten, raschen und rechtlich zulässigen Austausch von Informationen, die der Bekämpfung der Geldwäscherei und der Terrorismusfinanzierung dienen, zu schaffen.