Markante Abnahme der angezeigten Delikte
Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) 1999
Medienmitteilungen, fedpol, 30.03.2000
Mit insgesamt 310'869 angezeigten Delikten hat die Kriminalität in der Schweiz gegenüber dem Vorjahr markant um 21'518 Straftaten bzw. 6,5% abgenommen. Zu dieser Entwicklung beigetragen hat insbesondere der markante Rückgang bei den Vermögensdelikten, wie der Polizeilichen Kriminalstatistik (PKS) 1999 zu entnehmen ist. Damit bleibt die Situation in der Schweiz insgesamt weitgehend stabil: Seit der ersten Veröffentlichung der PKS im Jahr 1982 hat die Gesamtkriminalität jährlich durchschnittlich um 0,16% abgenommen.
Die Gesamtzahl der Anzeigen, welche die kantonalen und z.T. städtischen Polizeikommandi in ausgewählten Deliktsbereichen meldeten, setzt sich aus 284'168 vollendeten und 26'701 versuchten Verbrechen oder Vergehen zusammen. Auf 100'000 Einwohner entfielen demnach 4'341 polizeiliche Anzeigen (331 weniger als im Vorjahr).
Im Straftatenkatalog der PKS dominieren die Diebstähle, die mit 89,5% den Hauptanteil der Verzeigungen ausmachen. Die übrigen Vergehen oder Verbrechen gegen das Eigentum und Vermögen belaufen sich auf 4,8%, die Delikte gegen Leib und Leben auf 1,75% und die strafbaren Handlungen gegen die sexuelle Integrität auf 1,4% der angezeigten Straftaten.
Ausländeranteil leicht rückläufig
Die Polizei ermittelte 56'982 Täterinnen und Täter, was einem leichten Rückgang gegenüber dem Vorjahr (58'285) entspricht. Die Kriminalitätsbelastungszahl beträgt damit 796 ermittelte Tatverdächtige pro 100'000 Einwohner. Die ermittelte Täterschaft setzt sich aus 85,5% männlichen und 14,5% weiblichen Rechtsbrecher/innen zusammen. Im Jahresvergleich nahm die weibliche Delinquenz leicht um 0,9% zu. Mit 21,9% nahm auch der Anteil der Minderjährigen leicht um 1,4% zu. Erstmals setzte sich letztes Jahr der konstante Anstieg des Ausländeranteils nicht fort, sondern ging – bei einer ausländischen Wohnbevölkerung von 19,2% - leicht auf 54,3% (-0,6%) zurück. Von den insgesamt 30'928 angezeigten Ausländern hatten 79,5% in der Schweiz und 20,5% im Ausland ihren Wohnsitz. Viele Täter gehören professionell organisierten Banden an, sind Kriminaltouristen oder missbrauchen ihren Asylstatus.
Hohe zahlenmässige Zunahmen sind im Vergleich zum Vorjahr insbesondere in den Deliktsbereichen Betrug, Körperverletzung, Drohungen (ohne Bombendrohung) und andere strafbare Handlungen gegen die sexuelle Integrität auszumachen. Auffallend ist die hohe prozentuale Zunahme im Bereich Geldwäscherei/Mangelnde Sorgfalt bei Finanzgeschäften. Rekordzahlen weist die PKS 1999 bei den Delikten Körperverletzung, Raub, Vergewaltigungen, andere strafbare Handlungen gegen die sexuelle Integrität, Nötigung und Drohungen gegen Behörden und Beamte aus, was auf eine zunehmende Gewaltbereitschaft hindeutet. Als Tatmittel wurden bei vorsätzlichen Tötungsdelikten und Fällen von Körperverletzung 148 Schusswaffen sowie 726 Hieb- und Stichwaffen registriert; beim Raub wurden 436 Schusswaffen sowie 455 Hieb- und Stichwaffen erfasst.
Zur allgemein sinkenden Tendenz beigetragen haben insbesondere der Rückgang beim Diebstahl sowie bei den Einbruchdiebstählen und Fahrzeugdiebstählen. Die Anzahl Diebstähle und Fahrzeugdiebstähle stellen einen Tiefststand seit Bestehen der PKS dar.
82,2% von insgesamt 2390 aus Untersuchungshaft, Strafvollzug oder strafrechtlich angeordnetem Massnahmenvollzug Entwichenen wurden wieder eingebracht. 90,8% der insgesamt 4003 als vermisst gemeldeten Personen konnten ermittelt werden; 36,3% der Vermissten waren unter 18 Jahre alt.
Im Straftatenkatalog der PKS dominieren die Diebstähle, die mit 89,5% den Hauptanteil der Verzeigungen ausmachen. Die übrigen Vergehen oder Verbrechen gegen das Eigentum und Vermögen belaufen sich auf 4,8%, die Delikte gegen Leib und Leben auf 1,75% und die strafbaren Handlungen gegen die sexuelle Integrität auf 1,4% der angezeigten Straftaten.
Ausländeranteil leicht rückläufig
Die Polizei ermittelte 56'982 Täterinnen und Täter, was einem leichten Rückgang gegenüber dem Vorjahr (58'285) entspricht. Die Kriminalitätsbelastungszahl beträgt damit 796 ermittelte Tatverdächtige pro 100'000 Einwohner. Die ermittelte Täterschaft setzt sich aus 85,5% männlichen und 14,5% weiblichen Rechtsbrecher/innen zusammen. Im Jahresvergleich nahm die weibliche Delinquenz leicht um 0,9% zu. Mit 21,9% nahm auch der Anteil der Minderjährigen leicht um 1,4% zu. Erstmals setzte sich letztes Jahr der konstante Anstieg des Ausländeranteils nicht fort, sondern ging – bei einer ausländischen Wohnbevölkerung von 19,2% - leicht auf 54,3% (-0,6%) zurück. Von den insgesamt 30'928 angezeigten Ausländern hatten 79,5% in der Schweiz und 20,5% im Ausland ihren Wohnsitz. Viele Täter gehören professionell organisierten Banden an, sind Kriminaltouristen oder missbrauchen ihren Asylstatus.
Hohe zahlenmässige Zunahmen sind im Vergleich zum Vorjahr insbesondere in den Deliktsbereichen Betrug, Körperverletzung, Drohungen (ohne Bombendrohung) und andere strafbare Handlungen gegen die sexuelle Integrität auszumachen. Auffallend ist die hohe prozentuale Zunahme im Bereich Geldwäscherei/Mangelnde Sorgfalt bei Finanzgeschäften. Rekordzahlen weist die PKS 1999 bei den Delikten Körperverletzung, Raub, Vergewaltigungen, andere strafbare Handlungen gegen die sexuelle Integrität, Nötigung und Drohungen gegen Behörden und Beamte aus, was auf eine zunehmende Gewaltbereitschaft hindeutet. Als Tatmittel wurden bei vorsätzlichen Tötungsdelikten und Fällen von Körperverletzung 148 Schusswaffen sowie 726 Hieb- und Stichwaffen registriert; beim Raub wurden 436 Schusswaffen sowie 455 Hieb- und Stichwaffen erfasst.
Zur allgemein sinkenden Tendenz beigetragen haben insbesondere der Rückgang beim Diebstahl sowie bei den Einbruchdiebstählen und Fahrzeugdiebstählen. Die Anzahl Diebstähle und Fahrzeugdiebstähle stellen einen Tiefststand seit Bestehen der PKS dar.
82,2% von insgesamt 2390 aus Untersuchungshaft, Strafvollzug oder strafrechtlich angeordnetem Massnahmenvollzug Entwichenen wurden wieder eingebracht. 90,8% der insgesamt 4003 als vermisst gemeldeten Personen konnten ermittelt werden; 36,3% der Vermissten waren unter 18 Jahre alt.
