Bundesamt für Polizei

DNA-Analyse

DNA-Analyse

Die Technik der DNA-Analyse hat sich seit ihrer Entwicklung in den 80er-Jahren des 20. Jahrhunderts zu einem wichtigen Instrument für die Strafverfolgungsbehörden entwickelt. Bis ins Jahr 2000 kam die DNA-Analyse in der Schweiz nur im so genannten Direktvergleich zur Anwendung: Einzelne Tatortspuren wurden mit einer Probe verglichen, die einer verdächtigen Person entnommen wurde. Im Juli 2000 wurde dann eine DNA-Profil-Datenbank namens CODIS (Combined DNA Index System) eingerichtet, vorerst für einen bis 31. Dezember 2004 befristeten Probebetrieb.

Am 1. Januar 2005 traten das vom Parlament genehmigte DNA-Profil-Gesetz und die entsprechende Verordnung in Kraft: Die Datenbank CODIS konnte ihren definitiven Betrieb aufnehmen.

In diese Datenbank können DNA-Profile von Tätern und Verdächtigen sowie von Tatortspuren aufgenommen werden. Der automatisierte Abgleich dieser DNA-Profile ermöglicht es insbesondere, Straftaten von Serientätern, von Rückfalltätern und von organisiert operierenden Tätergruppen zu erkennen.

Dank DNA-Profil-Identifizierungen können heute täglich mehrere Fälle schnell, beweiskräftig und objektiv geklärt werden - in belastendem oder in entlastendem Sinne. Zudem ermöglichen sie auch die Identifizierung von unbekannten und vermissten Personen.