EURO 2008

Vom 7. bis zum 29. Juni 2008 hat in Österreich und der Schweiz die EURO 2008 stattgefunden. Gut drei Millionen Menschen besuchten den Anlass in der Schweiz. Für sie sowie für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Fussballturniers und für die einheimische Bevölkerung spannten gemeinsam ein flexibles Sicherheitsnetz, in enger Zusammenarbeit mit ausländischen Partnern. Polizei, Armee, Grenzwachtkorps, Bahnpolizei, Feuerwehr, Sanität, Zivilschutz sowie alle übrigen öffentlichen Sicherheitsorgane und die privaten Sicherheitsdienstleister arbeiteten eng zusammen - gestützt auf das Nationale Sicherheitskonzept, das unter dem Motto «Sicherheit durch Kooperation» stand. Diese Zusammenarbeit klappte «vortrefflich», wie an der nationalen Bilanzmedienkonferenz vom 26. Juni 2008 betont werden konnte.

Das Eidg. Justiz- und Polizeidepartement (EJPD) als wichtiger Partner der verschiedenen Sicherheitskräfte engagierte sich in folgenden Bereichen für diesen Grossanlass:

  • Das Bundesamt für Migration ist u. a. damit tätig, unter welchen Bedingungen jemand in die Schweiz einreisen darf. Bei der EURO 2008 hätten, gemäss geltendem Recht, visumspflichtige Personen (z. B. aus Russland, Ukraine, Serbien) zwei separate Visa für Österreich und die Schweiz beantragen müssen. Für die Besucher der EURO 2008 wurde die Einreise allerdings erleichtert: Die von Österreich ausgestellten Schengenvisa berechtigten während dieser Zeit auch zur Einreise in die Schweiz.
  • Das Bundesamt für Polizei (fedpol) war in allen seinen Aufgabenbereichen gefordert: Bei der Gewährung völkerrechtlichen Schutzes für offizielle ausländischer Besucherinnen und Besucher und bei der Beschaffung von Informationen über mögliche Gefährdungen des Anlasses, um nur zwei Beispiele zu nennen. Daneben hatte fedpol auch die Grundlagen für die anlassbezogene polizeiliche Zusammenarbeit mit den Teilnehmer-, Anrainer- und Transitstaaten erarbeitet. Hier wurden, neben jener mit Europol, insgesamt 15 Absichtserklärungen unterzeichnet. fedpol organisierte zudem die Unterstützung durch Ordnungsdienstkräfte aus Deutschland und Frankreich. Und schliesslich betrieb fedpol das nationale Police Information and Coordination Center (PICC).