Bundesrätin Simonetta Sommaruga empfängt den Minister für die kosovarischen Gemeinschaften im Ausland, Ibrahim Makolli

Medienmitteilungen, Der Bundesrat, 19.03.2012

Bern. Bundesrätin Simonetta Sommaruga, Vorsteherin des Eidgenössischen Justiz- und Polizeidepartements (EJPD), hat am Montag den Minister für die kosovarischen Gemeinschaften im Ausland, Ibrahim Makolli, zu einem Arbeitsbesuch empfangen. Im Zentrum des Gesprächs stand die Situation der zirka 150‘000 in der Schweiz lebenden Kosovaren. Dabei ging es insbesondere um die Frage der Integration, aber auch um die Zusammenarbeit der beiden Länder im Bereich der Migration.

In der Schweiz befindet sich die zweitgrösste kosovarische Gemeinschaft im Ausland. Die beiden Minister haben sich insbesondere über die Förderung der Integration der Kosovaren in der Schweiz unterhalten. Ein wichtiges Ziel sei dabei, das Bildungsniveau so zu erhöhen, dass eine Integration in den Arbeitsmarkt gelingt. Diskutiert wurde auch über die Möglichkeiten der Diaspora, mit der albanischen Sprache und Kultur in Verbindung zu bleiben. Diese ergeben sich durch die Vermittlung von Organisationen und durch Kurse, welche in den meisten Kantonen der Schweiz angeboten werden.

Simonetta Sommaruga und Ibrahim Makolli sprachen auch über das Projekt „Diaspora for Development“. Dieses Programm der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA) sieht vor, die Ressourcen der kosovarischen Gemeinschaft in der Schweiz für die sozio-ökonomische Entwicklung des Kosovo künftig besser zu nutzen.

Ein anderes Gesprächsthema war die bilaterale Polizeikooperation. Die organisierte Kriminalität aus dem Kosovo ist für die Kriminalitätsentwicklung in der Schweiz von besonderer Bedeutung. Ein Schweizer Polizeiattaché ist seit Juli 2010 in Pristina stationiert.

Die Gesprächspartner haben zudem die Visa-Liberalisierung für den Schengen-Raum thematisiert. Die EU hat mit dem Kosovo diesbezüglich einen Dialog eröffnet, der die Schweiz als assoziiertes Mitglied des Schengen-Abkommens direkt betrifft. Die Schweiz unterstützt die Bemühungen des Kosovo, die von der EU zur Erreichung der Liberalisierung gestellten Bedingungen zu erreichen. Die Schweizer Botschaft in Pristina behandelt 40% der Visa-Anträge für den Schengen-Raum.

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