Bundesrat bewilligt IT-Ermittler-Stellen

Medienmitteilungen, EJPD, 29.05.2009. Berichtigte Fassung

Bern. Der Bundesrat hat an seiner heutigen Sitzung elf zusätzliche Stellen im Bereich der Informatik-Ermittlungen zugunsten der Hauptabteilung Bundeskriminalpolizei (BKP) im Bundesamt für Polizei (fedpol) bewilligt. Über die definitive Zuteilung der dafür nötigen zusätzlichen Mittel wird der Bundesrat gestützt auf die Gesamtbeurteilung Ressourcen im Personalbereich 2009 entscheiden. Mit den zusätzlichen Stellen kann die BKP auf den Umstand reagieren, dass die Datenmenge, die bei den Ermittlungen zu bearbeiten ist, seit einiger Zeit massiv ansteigt.

Der Bundesrat hat heute elf zusätzliche IT-Ermittler-Stellen für die Hauptabteilung Bundeskriminalpolizei (BKP) bewilligt. Bei diesen Ermittlern handelt es sich um Spezialisten mit einer fundierten Informatikausbildung. Im Rahmen von Ermittlungsverfahren sind sie für die Sicherstellung, Aufbereitung, Analyse, Auswertung und Interpretation elektronischer Daten und digital geführter Kommunikation zuständig.

Riesige Datenmengen
Bei Ermittlungen im Bereich der Organisierten Kriminalität, der Wirtschaftskriminalität und des Terrorismus respektive der Terrorismus-Finanzierung, welche die BKP im Auftrag der Bundesanwaltschaft (BA) durchführt, wird in der Regel umfangreiches elektronisches Datenmaterial polizeilich sichergestellt, aufbereitet und ausgewertet. Der Anteil dieser elektronischen Daten hat in den vergangenen Jahren ständig zugenommen: Während 2006 noch rund 8 Terabyte Daten in den Verfahren erhoben wurden (entspricht einem Papierberg von 83 Kilometern Höhe), so waren es 2008 bereits 43 Terabyte.

Die zusätzlichen Ermittler ermöglichen es der BKP ab 2010, den gestiegenen Anforderungen im Bereich der IT-Ermittlungen zu begegnen sowie ihre Aufgaben im Auftrag der BA fristgerecht und in der nötigen Tiefe und Qualität wahrzunehmen.

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