Bundesamt für Polizei

Ungewöhnlicher Fall für Zielfahnder

Geistig zurückgebliebene Deutsche heil aufgefunden

Medienmitteilungen, fedpol, 30.03.2004

Die Zielfahnder der Bundeskriminalpolizei können einen Erfolg in einem eher ungewöhnlichen Fall vermelden: Dank ihrer Erfahrung und dank einer reibungslosen Zusammenarbeit mit den Polizeiorganen Deutschlands, des Kantons Freiburg und der Stadt Lausanne konnte eine deutsche Staatsangehörige in Lausanne schonend angehalten werden. Es bestand das Risiko, dass die Frau sich auf Grund ihrer geistigen Behinderung selbst gefährdet.

Die Frau hatte sich ihrem Vormund in Deutschland entzogen, um in der Schweiz ein neues Leben aufzubauen, wie sie ihrem Umfeld erklärt hatte. Sie reiste ab, ohne Geld und Gepäck. Die eingeschalteten deutschen Behörden kamen zum Schluss, dass sich die geistig stark zurückgebliebene Frau mit ihrem Schritt in eine für sie gefährliche Situation begeben hatte. Über Interpol wurde die Bundeskriminalpolizei (BKP) in Bern am letzten Donnerstag benachrichtigt.

Dem Kommissariat Zielfahndung der BKP gelang es bereits am selben Tag in Zusammenarbeit mit der Kantonspolizei Freiburg, erste Spuren der Gesuchten im Kanton Freiburg auszumachen. Am Freitag Abend konnte die Frau dann unversehrt in Lausanne lokalisiert werden, wo die Stadtpolizei sie anhalten und in medizinische Obhut bringen konnte. Die Deutsche Botschaft nahm die Rückführung der Frau an die Hand.

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