Bundesamt für Polizei

VBS-Beamter verhaftet

(Bundespolizei/Bundesanwaltschaft)

Medienmitteilungen, fedpol, 16.09.2000

Bern, 15. September 2000. Im Ermittlungsverfahren gegen den VBS-Beamten und weitere Personen hat ein Stellvertretender Eidgenössischer Untersuchungsrichter für die deutsche Schweiz die Haft bestätigt.

Die Bundesanwaltschaft hat am 11. September 2000 gegen einen Beamten des in der Gruppe für Rüstung integrierten Bundesamtes für Armeematerial und Bauten (BAB) sowie gegen zwei weitere ausserhalb der Verwaltung stehende Personen ein gerichtspolizeiliches Ermittlungsverfahren wegen Verdachts der ungetreuen Amtsführung, Betruges und Bestechung eröffnet.

Der beschuldigte Beamte ist für Unterhalt und Sanierung von Bundesbauten einer Region in der deutschen Schweiz zuständig. Im Rahmen seiner Funktion befasste er sich im wesentlichen mit der Planung, Offertstellung und Vergabe von Bau- und Sanierungsaufträgen an private Unternehmer. Er wird verdächtigt, zusammen mit weiteren Personen strafrechtlich relevante Unregelmässigkeiten begangen zu haben. Im Hinblick auf die laufenden Untersuchungen können zum Sachverhalt zur Zeit keine näheren Auskünfte abgegeben werden. Insbesondere können zur Zeit keine Angaben über den mutmasslichen Deliktsbetrag gemacht werden.

Die Bundesanwaltschaft hat in Zusammenarbeit mit der Bundespolizei und den Polizeikorps der Kantone Zürich und Aargau bis anhin mehrere Personen befragt und an mehreren Geschäfts- und Privatdomizilen Hausdurchsuchungen durchgeführt.

Der Bundesanwalt hat den Bundesbeamten und eine weitere Privatperson verhaften lassen. Der zur Haftprüfung angerufene Stellvertretende Eidgenössische Untersuchungsrichter für die deusche Schweiz hat die angeordnete Haft am Donnerstagabend bestätigt.

Sobald es der Stand der Ermittlungen erlaubt, wird die Öffentlichkeit über den weiteren Verlauf der Strafuntersuchung beziehungsweise deren Ergebnis in geeigneter Form orientiert werden.

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