Schengen/Dublin

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Schengen/Dublin steht für die koordinierten Anstrengungen der EU-Mitgliedstaaten, die individuellen Freiheiten der Bürger auszubauen und die Sicherheit innerhalb Europas gleichzeitig tiefgreifend zu verbessern. Dahinter steht die Einsicht, dass die Gewährleistung der inneren Sicherheit ebenso wie die Bewältigung der Asylströme schon längst keine rein nationalen Probleme mehr sind, sondern mehr denn je ein gemeinsames und kohärentes Vorgehen aller Staaten erforderlich machen.

An Schengen/Dublin sind die 15 alten EU-Mitgliedstaaten beteiligt (EU-15), wobei Grossbritannien und Irland nur in bestimmten Bereichen mitmachen. Mit Norwegen und Island nehmen auch zwei Nicht-EU-Mitgliedstaaten an Schengen/Dublin teil. Seit dem 21. Dezember 2007 sind nun auch die zehn neuen EU-Mitgliedstaaten (EU-10) beigetreten und somit nutzen 27 europäische Staaten die Vorteile dieses grenzüberschreitenden Netzwerkes ganz oder teilweise. Auch in der Schweiz gewinnt die Einsicht an Boden, dass das Niveau der inneren Sicherheit nur beibehalten werden kann, wenn die Behörden mit ihren Kollegen im Ausland eng und ohne bürokratische Hürden zusammenarbeiten können. Die Schweiz hat am 26. Oktober 2004 ein Assoziierungsabkommen zu Schengen/Dublin unterzeichnet.

Am Freitag, 12. Dezember 2008 ist das Assoziierungsabkommen der Schweiz an Schengen in Kraft gesetzt worden. Seit diesem Zeitpunkt werden Schengen-Visa für die Einreise in die Schweiz akzeptiert.